Fr, 23. Februar 2018

Matchball vergeben

09.09.2014 08:38

Janko zu Topchance: "War nicht so einfach"

Teamchef Marcel Koller setzte auch im EM-Quali-Spiel gegen Schweden auf seinen "Liebling" Marc Janko. Und beinahe wäre dieser zum Helden geworden, er ließ aber nach einer knappen Stunde eine Topchance - per Kopf allein vor Schweden-Goalie Isaksson stehend - aus. "Der war nicht so einfach", rechtfertigte sich Janko danach.

In der 69. Spielminute brandete im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion geradezu frenetischer Jubel auf. Tausende Fans sprangen auf, begannen zu applaudieren. Nicht, dass ein Tor gefallen wäre, der Grund für den Galgenhumor war ein ganz anderer: Marc Janko wurde ausgetauscht. Als dieser seinerseits in die Menge applaudierte, um sich von den Fans zu verabschieden, hagelte es als Replik Pfiffe von den Rängen.

"Fehlgriff"
Dass der Kredit bei den Fans nicht sonderlich hoch sein dürfte, zeigte sich wenig später auch im krone.at-Forum. Von "Fehlgriff", "null Spielpraxis" war da die Rede. Und: "Warum bleibt der nicht in Australien?"

Die derart heftige Ablehnung gegenüber Janko von Teilen der Fans überrascht bisweilen - zumal auch sein Ersatzmann Okotie während seiner 20 Einsatzminuten kaum glücklicher agierte. Janko selbst wirkte stets bemüht, verabsäumte es aber in der Tat, Bälle zu halten und Gefahr auszustrahlen. Ein Umstand, der auf den Jetlag zurückzuführen ist? Janko geigt seit Sommer ja in Sydney. "Er ist aber jung genug, um diese Strapazen wegzustecken", hält ihm Koller weiter die Stange.

Topchance ausgelassen
In Minute 54 hätte Janko am Montag alle seine Krtiker mit einem Schlag zum Verstummen bringen können. Ein Lupfer in den Strafraum von Julian Baumgartlinger landete bei Janko. Der stand nicht im Abseits, dafür aber fast mit dem Rücken zum Tor der Schweden.

"Wusste nicht, dass ich Zeit hatte"
"Der war nicht so einfach zu machen", erklärte Janko nach dem Spiel wohlüberlegt und mit sympathisch-ruhigem Timbre: "Leider hat mir niemand gerufen, dass ich Zeit hatte, um mich umzudrehen. So musste ich damit rechnen, dass der Torhüter rauskommt. Außerdem musste ich ja noch Druck hinter den Ball bringen. So einfach war das nicht, wie's von außen vielleicht ausgeschaut hat." Immerhin gestand Janko: "Man kann ihn aber natürlich reinmachen."

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