Mo, 20. November 2017

Mit Beute geflohen

09.09.2014 08:29

Pflegerin stellte „wirklich schönen“ Einbrecher

Mutig hat sich eine slowakische Altenpflegerin am Linzer Pöstlingberg einem frechen Einbrecher in den Weg gestellt, der sich gerade den Goldschmuck ihres 94-jährigen Schützlings gegriffen hatte. Der Gauner riss sich zwar los, hinterließ aber bei der Pflegerin einen bleibenden Eindruck: "Er war ein wirklich schöner Mann."

Vermutlich war in der Gegend eine Bande auf Beutezug, denn auch im nahen Lichtenberg wurde eingebrochen. Jedenfalls dürfte das Haus von Maria Ganser (94) am Pöstlingberg ausspioniert worden sein. "Es ist immer was los bei uns. Meine Mutter, ihre Pflegerin, meine Tochter, ihr Mann, deren zwei Söhne und ich leben in zwei Nachbarhäusern", sagt Marlene Füreder-Kitzmüller (70), die Tochter des Opfers.

"Ich dachte, ich sehe einen Geist"
Der Einbrecher muss gesehen haben, wie Maria Ganser und ihre Pflegerin Elena Klimkova (56) gerade langsam zur Gartenlaube gingen und die Tür im Rücken hatten. In dem Moment huschte er ins Haus. "Ich dachte, ich sehe einen Geist", erzählt die Slowakin, wie sie durchs Glas in der Tür den Einbrecher erspähte.

Als sie ihn im Haus stellte, wollte sie ihn festhalten und die Polizei rufen. "Ich habe ihn bei den Armen gepackt und geschrien, er hat etwas in einer fremden Sprache zurückgeschrien. Ich wollte ihn zwar noch festhalten, aber er ist gleich weggelaufen. Ich habe ihn verfolgt, doch er war zu schnell", erzählt Klimkova.

"Er hat feine Haut und große, lachende Augen"
Das Gesicht des Unbekannten konnte die Pflegerin dennoch erkennen. "Er war ein schöner Mann, mit feiner Haut und großen, lachenden Augen." Zudem sei der Mann etwa 35 Jahre alt und 1,70 Meter groß.
Später bemerkte die 94-Jährige, dass Goldketten und Ringe aus ihrem Schlafzimmer gestohlen worden waren. Den Schock haben die Pensionistin und ihre Pflegerin noch nicht überwunden. "Wir sind noch etwas zittrig, sperren alles ab und schauen immer ganz genau, wer im Garten ist", so Klimkova.

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