Mi, 22. November 2017

„Mir kamen Tränen“

09.09.2014 07:59

Senior verzweifelt: Unbekannte fischten Bach leer

Unbekannte haben einen Bach im Salzburger Ebenau leer gefischt. Pensionist Franz Haider, der die Bachforellen zu Liebe seiner mittlerweile verstorbenen Ehefrau im Kohlstattbach angesiedelt hatte, ist verzweifelt: "Mir kamen die Tränen, also ich es sah."

"Aus dem Ort würde mir das keiner antun", ist sich Haider aus Ebenau sicher. Seit mittlerweile 37 Jahren hält der Pensionist Bachforellen im Kohlstattbach. "Angefangen habe ich damit wegen meiner mittlerweile verstorbenen Frau", erinnert er sich und ergänzt: "Sie hatte die Fische einfach so gerne." Über die Jahre hinweg entwickelte aber auch Haider eine Passion. Jeden Tag schaut er bei seinen Tieren vorbei, füttert sie extra mit Bio-Futter und beobachtet sie gemeinsam mit der jetzigen Angetrauten.

"Ich habe mehr geweint, als gefeiert"
Erst vor fünf Wochen hatte er wieder 36 Kilo Fische in das Gewässer gesetzt. Auch am vergangenen Donnerstag wollte er nach seinen Forellen schauen, dann der Schock. So gut wie alle Tiere waren weg.
"Und das an meinem 83. Geburtstag. Ich muss ehrlich sagen, ich habe mehr geweint als gefeiert", kann es Haider noch immer nicht fassen. "Sie haben sie elektrisch gefischt", ist sich der Kenner sicher. Dabei werden die Tiere per Strom außer Gefecht gesetzt. Während diese leblos an der Oberfläche treiben, haben die Täter Zeit, sie mit einem Kescher herauszuholen.

"Werden eine Wildkamera installieren"
Dies ist bereits der zweite Vorfall binnen weniger Tage: Erst Ende August hatten Unbekannte auch in Elixhausen-Ursprung gewildert. Aus dem Teich von Jakob Huber holten die Wilderer zwischen 150 und 200 Stück. Schaden: etwa 800 Euro. Bei den Fischen handelte es sich ebenfalls um Bachforellen, die in Netzgehegen untergebracht waren.

"Diese sind begehrt und relativ wertvoll, weil sie sehr langsam wachsen. Es dauert gut zwei Jahre bis sie so weit sind", erklärt Huber.
Die Familie will nun vorsorgen, damit so etwas nicht noch einmal passiert. "Wir werden mit Sicherheit eine Wildkamera installieren", sagt Huber.

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