Do, 23. November 2017

Massentierhaltung

08.09.2014 13:29

„I, Chicken“ macht Hühnerleid virtuell erlebbar

Wie fühlt es sich für ein Huhn an, seinem gewohnten sozialen Umfeld entrissen und mit anderen Artgenossen eingepfercht zu werden, um dann letztlich im Schlachthof zu enden? Die Tierschutzorganisation PeTA macht es für den Menschen erlebbar und greift dafür auf modernste Virtual-Reality-Technik zurück.

"I, Chicken" nennt sich das rund dreiminütige Virtual-Reality-Erlebnis, mit dem die Tierschutzorganisation in den kommenden zwei Jahren mehr als 100 Universitäten in den USA besuchen möchte. Studenten sollen dann die Möglichkeit haben, mittels Virtual-Reality-Technologie in die Haut eines Huhns zu schlüpfen. Sie könnten mit ihren Flügeln schlagen, im Staub baden und mit anderen Hühnern kommunizieren, schildert PeTA.

Teilnehmer müssten in der Simulation allerdings schon "bald lernen, dass das Leben für eines der 26 Millionen Hühner, die tagtäglich geschlachtet werden, kein Spaziergang ist". Sie erfahren quasi am eigenen Leib, wie sie mit anderen Artgenossen unsanft eingepfercht und abtransportiert werden, nur um dann im Schlachthaus ihr jähes Ende zu finden. Ziel des Ganzen: Hühner nicht länger als Fleisch und Eier produzierende Ware zu begreifen, sondern als lebende Wesen mit individuellen Interessen und Bedürfnissen.

"Wie wir auch sind Hühner denkende, fühlende Wesen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ihr Leben in Frieden mit ihrer Familie zu verbringen", so Marta Holmberg von PeTA. Studien deuten der Tierschutzaktivistin zufolge darauf hin, dass nur wenige Minuten als virtuelles Huhn bereits ausreichen können, um das Essverhalten vieler "I, Chicken"-Teilnehmer nachhaltig zu verändern – zum Wohle der Hühner.

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