So, 19. November 2017

Am Hochschwab

07.09.2014 13:02

Alpinistin (17) stürzt in Seil - schwer verletzt

Vor den Augen ihrer Mutter ist Samstagmittag am Hochschwab eine 17-jährige Steirerin acht Meter tief ins Seil gestürzt, wobei sie mehrere Male mit dem Körper gegen den Felsen prallte. Zwei Bergretter, darunter der Wirt der Voisthalerhütte, eilten zu Hilfe und leiteten eine beispielhafte Rettungsaktion ein.

Fünf Zweier-Seilschaften wollten am Samstag die 180 Meter hohe Wand bewältigen, doch mittags zog eine Schlechtwetterfront mit Nebel und Regen auf. "Daraufhin haben alle Alpinisten beschlossen, die Tour abzubrechen", sagt Rosemarie G. (54) aus Leitring, die mit ihrer Tochter Kristina, einer begeisterten Alpinistin, in die Kletterroute Domenigweg eingestiegen war.

Etwa 30 Meter oberhalb der Position ihrer Mutter schlug die 17-Jährige einen Ringhaken in den Felsen. "Dabei geschah das Unglück", berichtet Alpinpolizist Rieglthalner: "Der Haken brach aus, die Jugendliche stürzte acht Meter tief ins Seil." Dabei prallte die Jugendliche immer wieder gegen die Felswand.

"Rettungseinsatz war mehr als perfekt"
Der Zufall wollte es, dass sich in der Voisthalerhütte gerade der Bergretter Christian Schranz aus Kapfenberg aufhielt. "Ich habe die Hilfeschreie gehört, aber niemanden sehen können", sagt der 37-Jährige: "Mit Thomas Panhözl, dem Hüttenwirt, der seit kurzem bei der Bergrettung ist, bin ich zur Verletzten aufgestiegen. Sie war bei Bewusstsein. Dann ging es Schlag auf Schlag."

Rosemarie G.: "Der Rettungseinsatz war mehr als perfekt." Weil sich das Wetter aber weiter verschlechtert hatte, konnte der ÖAMTC-Helikopter - er kam aus Ybbsitz (NÖ) - nicht landen. Bergretter mussten die Verletzte auf einer Trage ins Tal bringen. Von dort aus wurde die Schülerin zum LKH Bruck geflogen. Sie liegt wegen eines Oberschenkelbruchs und eines Schädelhirntraumas auf der Intensivstation. Es besteht aber glücklicherweise keine Lebensgefahr.

Am Rettungseinsatz waren 31 Mann der Bergrettung Gebiet Hochschwab, die Feuerwehr Turnau, ein Hubschrauber des BMI, der Notarzthubschrauber sowie zwei Beamte der Alpinpolizei des Bezirks Bruck-Mürzzuschlag beteiligt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden