So, 27. Mai 2018

Arbeitsbedingungen

05.09.2014 13:50

Apple wegen Zulieferer erneut in der Kritik

Kurz vor der Vorstellung seiner neuen iPhones steht Apple erneut wegen der Missachtung grundlegender Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards bei einem seiner Zulieferer in China in der Kritik. Die US-Organisationen China Labor Watch und Green America veröffentlichten am Donnerstag einen 25-seitigen Bericht, nachdem sie im August die Arbeitsbedingungen des Auftragsfertigers Catcher Technology in dessen Werk in Suqian untersucht hatten. Der Bericht verdeutlicht einmal mehr, wie unser Konsumverhalten zulasten anderer geht.

Der Bericht führt versperrte Notausgänge, unzureichende Lüftung, die Entsorgung von Industrieabfällen in Flüssen und unbezahlte Überstunden auf. Labor Watch erklärte, schon bei einer Untersuchung Anfang vergangenen Jahres seien ähnliche Probleme festgestellt worden. "Die Verstöße gegen Gesundheits- und Sicherheitsnormen in dieser Fabrik über den Zeitraum von zwei Jahren sind beunruhigend", erklärte die Kampagnenleiterin von Green America, Elizabeth O'Connell. Fehlende Sicherheitsschulungen und der unangemessene Umgang mit gefährlichen Materialien könnten lebensgefährlich sein.

Apple erklärte, es kontrolliere die Fabrik regelmäßig und arbeite mit den Betreibern zusammen, um die Standards zu erhöhen. Nach einer Kontrolle im Mai sei ein Plan für Verbesserungen erarbeitet worden. "Apple ist verpflichtet, sichere und faire Arbeitsbedingungen für jeden in der Lieferkette zu garantieren", erklärte der kalifornische Hersteller von iPhones, iPads, iPods und Mac-Computern. Das Unternehmen wisse, dass es sich kontinuierlich um Verbesserungen kümmern müsse.

Catcher Technology teilte mit, das Unternehmen sei "tief besorgt" über die Vorwürfe von China Labor Watch, nehme diese "sehr ernst" und werde ihnen nachgehen. Betreiber der Catcher-Fabrik ist ein gleichnamiges taiwanisches Unternehmen. Die Fabrik beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter und stellt auch Komponenten für die Konzerne Sony, Motorola, Hewlett-Packard und Dell her.

Vorwurf der Kinderarbeit bei Samsung-Zulieferer
Apples südkoreanischer Konkurrent Samsung war ebenfalls erst kürzlich wegen schlechter Arbeitsbedingungen bei seinem chinesischen Fertiger HEG Technology kritisiert worden. China Labor Watch diesem unter anderem vor, in seiner Fabrik in Huizhou Kinder zu beschäftigen. Samsung wies den Vorwurf zurück (siehe Infobox).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Naht der Abschied?
Ronaldo rätselhaft: „Es war sehr schön bei Real!“
Fußball International
Nach Reals CL-Triumph
Zidane jubelt: „Das ist ein historischer Moment!“
Fußball International
Frühzeitiges Final-Aus
Das Salah-Drama! Jetzt wackelt sogar die WM
Fußball International
Unglücksrabe
Karius bittet unter Tränen um Entschuldigung
Fußball International
„Sargnagel“ Karius
Liverpool-Goalie schenkt Real Madrid den CL-Titel!
Fußball International
Irres CL-Finale
Jahrhundert-Tor im Schatten zweier Mega-Patzer
Fußball International
Es ging heiß her
CL-Finale: Die Eröffnungsshow in Bildern
Fußball International

Für den Newsletter anmelden