Do, 24. Mai 2018

Drama in Bosnien

05.09.2014 15:44

Minenunglück nach Erdbeben fordert fünf Tote

Ein Grubenunglück in Bosnien-Herzegowina hat fünf Menschenleben gefordert. Nach einem Erdbeben am Donnerstagnachmittag wurden insgesamt 56 Arbeiter in einer Kohlemine verschüttet. 22 von ihnen befreiten sich selbst. Von den 34 eingeschlossenen Kumpeln konnten am Freitag nach rund 20-stündiger Gefangenschaft lediglich 29 lebend geborgen werden.

Die Arbeiter hatten 20 Stunden lang in 600 Metern Tiefe ausgeharrt, nachdem infolge eines Erdbebens mehrere Stollen eingestürzt waren. "29 von 34 sind draußen, fünf haben leider nicht überlebt", sagte Gewerkschaftsvertreter Sinan Husic laut Berichten der Nachrichtenagentur Fena und des staatlichen Fernsehens. Über die genauen Todesumstände machte er keine Angaben.

Überlebende vollkommen entkräftet gerettet
Die Rettungskräfte mussten sich auf einem Abschnitt von etwa hundert Metern Länge einen Weg zu den Kumpeln bahnen, bevor sie zu ihnen vordringen konnten. Schwarz vom Kohlestaub stiegen die 29 Geretteten dann nacheinander aus dem Schacht. Sie waren sichtlich erschöpft. Hunderte Menschen, darunter viele Angehörige, erwarteten die Kumpel seit Donnerstagabend am Ausgang der Mine.

Das Unglück ereignete sich in Zenica im Zentrum des Landes. Das Erdbeben der Stärke 3,5 hatte sich am Donnerstagnachmittag ereignet. Sein Zentrum lag etwa 53 Kilometer nordwestlich der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Infolge des Bebens gab es in der Mine eine Gasexplosion, mehrere Stollen stürzten ein.

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