Fr, 23. Februar 2018

26 Meter lang

04.09.2014 10:08

Überreste eines der größten Dinosaurier entdeckt

In Argentinien haben Forscher die Überreste eines der größten Dinosaurier weltweit entdeckt. 26 Meter lang und etwa 60 Tonnen schwer war der bisher unbekannte Riese, schätzen Wissenschaftler um Kenneth Lacovara von der Drexel Universität in Philadelphia (USA). Dabei sei das Tier wahrscheinlich noch nicht einmal richtig ausgewachsen gewesen. Darauf deuteten nicht vollständig verwachsene Knochen im Bereich der Schulterblätter hin.

Das Skelett sei das am besten erhaltene Exemplar aus der Gruppe der sogenannten Titanosaurier, das bisher gefunden wurde, berichtet das internationale Forscherteam im Fachmagazin "Nature Scientific Report". Vermutlich hat der vierbeinigen Pflanzenfresser mit einem elf Meter langen Hals vor 84 bis 66 Millionen Jahren gelebt.

Hatte Gewicht einer ganzen Elefantenherde
Die Forscher tauften die neu entdeckte Art Dreadnoughtus schrani, nach den stark gepanzerten Kriegsschiffen zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts und einem Sponsor der Ausgrabungen. "Mit der Körpergröße eines Hauses, dem Gewicht einer Elefantenherde und einem als Waffe einsetzbaren Schwanz dürfte sich Dreadnoughtus vor nichts gefürchtet haben", sagte Lacovara (auf dem kleinen Bild mit Schwanzwirbeln des Tieres).

Das Tier gehört zu den pflanzenfressenden Sauropoden, genauer zur Gruppe der Titanosaurier. Zu diesen werden weitere Riesensaurier aus Südamerika gezählt, wie etwa der riesige Argentinosaurus. Während von anderen aber nur jeweils einzelne Knochen gefunden wurden, ist das neue Skelett zu über 45 Prozent vollständig, bezogen auf den Körper sogar zu über 70 Prozent.

Eines der am besten erhaltenen Skelette
Aus den Knochen kann fast das gesamte Skelett rekonstruiert werden, es fehlen lediglich viele Halswirbel und große Teile des Kopfes. Dies lasse eine gute Schätzung der Größe zu, berichten die Forscher. Mittels dieses vollständigsten je gefundenen Titanosauriers hoffen die Forscher, mehr über die Lebensweise der ausgestorbenen Riesen herauszufinden.

Um so groß zu werden, mussten die Tiere riesige Mengen an Pflanzen vertilgen. Sie standen nach Vermutungen der Forscher sehr lange an einem Platz und balancierten ihren elf Meter langen Hals mit ihrem neun Meter langen Schwanz aus. "Ohne ihre Füße zu bewegen, konnten sie so eine riesige Menge Blätter und Farne erreichen", sagte Lacovara.

Knochen wurden in Patagonien entdeckt
Die Saurierknochen wurden zwischen 2005 und 2009 in Patagonien entdeckt. Sie werden derzeit noch an der Universität in Philadelphia untersucht. Im nächsten Jahr sollen sie in die Nähe ihres Fundortes zurückkehren, ins Museo Padre Molina in Rio Gallegas (Argentinien).

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