Di, 21. November 2017

Auf Übergang gerammt

04.09.2014 13:16

NÖ: Zug schiebt brennenden Lkw bis in Bahnhof

Schock für Zugreisende im niederösterreichischen Leobendorf: Vor den Augen wartender Fahrgäste schob ein Zug Donnerstag früh einen lichterloh brennenden Lastwagen vor sich her in den Bahnhofsbereich. Der Lkw war von dem Triebwagen kurz zuvor auf einem Bahnübergang gerammt worden. Der Fahrer des Lasters konnte sich mit knapper Not mit einem Sprung aus der Fahrzeugkabine vor den Flammen retten. Er blieb unverletzt. Zwei Zugpassagiere erlitten Blessuren.

Der Zusammenstoß geschah in den Morgenstunden gegen 6.45 Uhr an einem beschrankten Bahnübergang im Bezirk Korneuburg. Nach Polizeiangaben schlossen sich die Schranken, als sich das von einem 55-jährigen polnischen Staatsbürger gelenkte Schwerfahrzeug noch auf den Gleisen befand. Obwohl der Triebfahrzeugführer der Richtung Wien fahrenden S-Bahn-Garnitur die Bremsen aktivierte, war eine Kollision nicht mehr zu verhindern. Der 45-jährige ÖBB-Mitarbeiter rettete sich ins Innere des Zuges und warnte dabei auch Passagiere.

Durch die Wucht des Anpralls wurden Sattelaufleger und Zugmaschine getrennt, so die Polizei. Die Zugmaschine ging in Flammen auf und wurde vom Zug bis in den Bahnhofsbereich geschoben. Die wartenden Fahrgäste ergriffen sofort die Flucht.

Zug evakuiert
Das Feuer griff kurz darauf auch auf die Lok über. Diese sei angekohlt und schwer ramponiert worden, so Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Die Garnitur selbst geriet jedoch nicht in Brand. Der Zug wurde daraufhin evakuiert. Nachdem die Reisenden - vorwiegend Pendler und Schüler - in Sicherheit gebracht worden waren, starteten 80 Mann von sieben Feuerwehren einen massiven Löschangriff mit Schaum.

Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos NÖ wurden bei dem Unfall zwei Fahrgäste leicht verletzt, einer der Passagiere dürfte sich die Blessuren allerdings beim Aussteigen aus dem Zug zugezogen haben. Die Fahrgäste am Bahnsteig kamen mit dem Schrecken davon. Das Rote Kreuz stand mit einem Notarzt- und zwei Rettungswagen im Einsatz.

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