Mo, 28. Mai 2018

Mäßiges Ergebnis

03.09.2014 11:05

Crashtest: GLA top, zwei okay, zwei Versager

Der ÖAMTC hat fünf Fahrzeuge gecrasht und auf ihre Verkehrssicherheit überprüft. Sicherstes Auto (und als einziger Testkandidat mit fünf Sternen bewertet) war dabei der Mercedes GLA. Renault Twingo und Toyota Aygo erreichten vier Sterne und übertrafen damit den Citroen Berlingo und den elektrogetriebenen Nissan e-NV200 Evalia, die jeweils nur mit drei Sternen bewertet wurden.

Erwachsene sitzen im Mercedes GLA sehr sicher. Das Fahrzeug erreicht hier einen Wert von 96 Prozent. "Viel besser kann man es eigentlich nicht machen. Lediglich beim Frontalcrash und beim Seitenaufprall gegen einen Baum oder Lichtmasten waren an Teilen der Dummies leicht erhöhte Belastungen messbar", so ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

Das Gegenteil ist beim Citroen Berlingo der Fall, der bei der Erwachsenensicherheit nur 55 Prozent erreicht. Beim Crashtest zeigten sich speziell bei den Varianten "Frontalaufprall" und "Heckaufprall" erhöhte Werte. Der Pfahltest, der einen seitlichen Aufprall gegen einen Baum oder Laternenmasten simuliert, wurde mit dem Berlingo nicht durchgeführt, weil ein Kopfairbag nicht europaweit zur Serienausstattung gehört (in Österreich wird der Berlingo serienmäßig mit Kopfairbag ausgeliefert). "Die Abwertung des Fahrzeuges im Kriterium der Erwachsenensicherheit erfolgte letztlich wegen der Konstruktion der Lenksäule, die bei einem Unfall schwere Verletzungen verursachen kann", erklärt Lang.

Auch im Bereich der Assistenzsysteme hat der Mercedes GLA im aktuellen ÖAMTC-Crashtest die Nase deutlich vorn. "Größter Vorteil des Fahrzeuges ist das serienmäßige Kollisions-Warnsystem, das automatisch Zusammenstöße verhindern oder zumindest ihre Folgen mindern kann." Zusätzlich ist der Mercedes mit ESP, Speed-Limiter und Seatbelt-Remindern ausgestattet. "All diese Systeme sind eine gute Unterstützung für den Fahrer, haben aber natürlich auch ihren Preis", so Lang.

Die anderen getesteten Fahrzeuge sind ebenfalls mit wichtigen Sicherheits-Assistenten ausgestattet. ESP ist überall serienmäßig vorhanden und auch Seatbelt-Reminder sind teilweise eingebaut. Am schwächsten schneidet in punkto Assistenzsysteme der Nissan e-NV200 Evalia ab (38 Prozent). "Gründe für die schwache Wertung sind die fehlenden Seatbelt-Reminder für die Rücksitze und der zwar vorhandene, aber nicht die Mindeststandards erfüllende Speed-Limiter", erklärt der ÖAMTC-Experte. "Wenn ein solches System im Fahrzeug eingebaut ist, darf es auch keine Möglichkeit geben, die eingestellte Geschwindigkeit versehentlich durch andere Informationen zu überschreiben."

"Generell kann man bei allen getesteten Fahrzeugen deutliche Schwächen in der Fußgängersicherheit erkennen", erklärte ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. "Keines der Autos schafft es in diesem Teilbereich, die 70-Prozent-Marke zu übertreffen." Wesentlich besser sieht es mit der Kindersicherheit aus, wo Werte von knapp unter bis deutlich über 80 Prozent erzielt wurden. Die größten Unterschiede zwischen den Fahrzeugen zeigen sich in den Bereichen Erwachsenensicherheit und Sicherheitsassistenten.

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