Do, 22. Februar 2018

Vor Schweden-Kracher

03.09.2014 11:25

Konsel mahnt: "Irgendwann müssen Resultate her!"

Österreichs Fußball-Erfolge gegen Schweden werden vor allem mit den Heldentaten von Andreas Herzog in Verbindung gebracht – an den zwei 1:0-Siegen, die dem ÖFB-Team den Weg zur WM 1998 ebneten, war aber auch ein Torhüter hauptbeteiligt. Auswärts hielt Michael Konsel einen Elfer, zu Hause sah er nach einer Rettungsaktion in der Schlussphase Rot. Vor dem EM-Quali-Kracher glaubt Konsel nun daran, dass das ÖFB-Team wie damals über die Schweden zu einer Endrunde gelangen wird: "Es darf nicht immer nur eine Entwicklung sein, es müssen irgendwann auch die Resultate her. Ich gehe davon aus, dass wir die Quali diesmal schaffen!"

Vor allem in Stockholm war Konsel über sich hinausgewachsen. "Das war eines meiner wichtigsten Spiele im Nationalteam", versicherte der Ex-Internationale, der die Schweden-Stars Kennet Andersson, Martin Dahlin und Henrik Larsson im Oktober 1996 reihenweise zur Verzweiflung gebracht hatte. "Dieser Sieg war der Grundstein für die Qualifikation." Der bisher letzten erfolgreichen Österreichs für ein Großereignis.

"Bei Ibrahimovic musst du mit allem rechnen"
Auch 18 Jahre später verfügen die Schweden über einen Ausnahmekönner. "Bei ihm musst du mit allem rechnen - auch, dass er dich von der Mittellinie überhebt", warnte Konsel vor Zlatan Ibrahimovic. Wirklich einstellen könne man sich auf so einen Spieler als Torhüter nicht. "Dem fällt immer etwas Neues ein. Superstars können aus allen Lagen Tore machen. Du musst gegen ihn einfach extrem konzentriert sein, immer auf der Lauer."

Mit dem Heimpublikum im Rücken sieht Konsel das ÖFB-Team am Montag (20.45 Uhr) zum Auftakt der EM-Qualifikation aber trotzdem leicht im Vorteil. "Die Schweden sind nicht mehr die, die sie einmal waren", meinte der 52-jährige Wiener. "Sie sind sehr abhängig von Ibrahimovic, von seiner Genialität. Ohne ihn sind sie ausrechenbarer und zahnloser." Bei den Österreichern sei zudem ein Aufwärtstrend erkennbar.

Konsel will Alaba und Co. nicht mit 98ern vergleichen
Potenzial bescheinigt der Ex-Teamkeeper David Alaba und Co. genug, einen Vergleich mit der erfolgreichen 98er-Mannschaft will er aber nicht ziehen. "Es ist positiv, dass wir jetzt viele Legionäre haben. Damals waren es auch einige, aber die waren bei ihren Klubs Schlüsselspieler", erinnerte der ehemalige Italien-Legionär (AS Roma, Venedig).

Von der aktuellen Torhüter-Generation ist Konsel nicht wirklich angetan. "Wir haben keinen fixen Einsergoalie. Es ist ein Problem, mit dem wir uns schon seit einigen Jahren herumschlagen. Es drängt sich aber auch keiner auf für das Nationalteam." Zuletzt war Robert Almer die Nummer eins. Der 30-Jährige ist allerdings auch bei seinem neuen Klub Hannover 96 nur Ersatz. "Es ist nicht leicht, wenn du nicht im Spielrhythmus bist", meinte Konsel. "Ideal ist es nicht. Wenn man Klasse hat, kann man das aber kompensieren."

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