Mo, 20. November 2017

„Cooles Alter“

01.09.2014 06:00

Keanu Reeves wird 50 und kommt gut damit klar

Keanu Reeves galt lange Jahre neben Brad Pitt und Johnny Depp als eines der männlichen Sexsymbole Hollywoods. Wert legte er darauf nie - genauso wenig wie auf sein Äußeres. Jetzt wird der legendäre "Matrix"-Darsteller ein halbes Jahrhundert alt.

Der zurückgezogen lebende Star sagte bereits einige Monate vor seinem Fünfziger, den er am 2. September feiert, in einem Interview, dass er gut mit dieser Zahl klarkomme. "50 Jahre, das ist doch ein cooles Alter. Mein 40. Geburtstag hingegen war ziemlich schwierig." Damals sei er voll von der berühmten Midlife-Crisis erwischt worden.

"Auch körperlich habe ich mich verändert, und plötzlich war mir klar, dass ich nicht mehr jung bin. Damals habe ich zum ersten Mal ernsthaft über die eigene Sterblichkeit nachgedacht. Natürlich wusste ich schon als Kind, dass man stirbt. Aber da ist der Tod noch so weit weg. Mit 40 dachte ich: Hey, du stirbst irgendwann mal tatsächlich! Mit 50 freue ich mich einfach, dass ich noch am Leben bin."

Regiedebüt mit Martial-Arts-Kunst

Berühmt wurde Reeves als Neo in der dreiteiligen "Matrix"-Serie (1999 bis 2003). In den Science-Fiction-Thrillern spielt er den nachdenklichen Hacker, der mit übermenschlichen Kräften die von Maschinen versklavte Menschheit retten soll. Seinem Leben hat er zuletzt aber beruflich eine Wendung gegeben. Er steht nun nicht mehr nur als Schauspieler vor der Kamera, sondern auch als Regisseur dahinter.

Sein im März angelaufenes Regiedebüt "Man Of Tai Chi" dreht sich um die fernöstliche Martial-Arts-Kunst. Mit dem chinesischen Hauptdarsteller Tiger Hu Chen - damals noch Stuntman und Kampfsporttrainer - hat er bereits bei "Matrix" zusammengearbeitet. Es geht um illegale Kämpfe, bei denen die Verlierer sterben. Reeves selbst spielt einen skrupellosen Geschäftsmann, der durch Wetteinsätze reich wird.

Als Auftragskiller schlägt er bei seinem nächsten Actioneinsatz zu. "John Wick" soll im Jänner in den Kinos anlaufen, gefolgt von dem Psychothriller "Knock Knock" im kommenden März.

Geboren im Libanon
Neben seiner actionlastigen Hollywoodkarriere hat Reeves aber häufig bewiesen, dass er auch anders kann. Geboren wurde er im Libanon als Sohn einer englischen Modedesignerin und eines Geologen chinesisch-hawaiischer Abstammung. Der Vorname Keanu bedeutet auf Hawaiianisch "kühle Brise". Er wuchs in Kanada auf, spielte früh Theater und zog in den 1980er-Jahren nach Los Angeles um. Zu seinen ersten Filmen zählten die Komödie "Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit" und der Kostümstreifen "Gefährliche Liebschaften".

In dem Independent-Film "My Private Idaho" spielte er unter der Regie von Gus van Sant einen Strichjungen. Kenneth Branagh holte ihn für die Shakespeare-Verfilmung "Viel Lärm um nichts" vor die Kamera. Regisseurin Kathryn Bigelow gab ihm 1991 die erste Action-Rolle. In "Point Break - Gefährliche Brandung" mimt er einen Undercover-Agenten, der in die Surferszene eingeschleust wird.

Einzelgänger im Film und auf der Leinwand
Oft spielt er Einzelgänger - als solcher gilt er auch, wenn er nicht vor der Kamera steht. Über sein Privatleben spricht er kaum. Auf der Leinwand hat sich Reeves aber schon häufiger als Verführer bewiesen. Mit "Speed"-Partnerin Sandra Bullock war er 2006 in der romantischen Komödie "Das Haus am See" zu sehen. Als Arzt in der Romanze "Was das Herz begehrt" erlag er 2004 dem Charme der deutlich älteren Diane Keaton.

Mit der Dokumentation "Side by Side" lieferte Reeves 2012 eine ungewöhnliche Liebeserklärung an das Kino ab. Als Produzent und Interviewer geht er darin der Frage nach, welche Auswirkungen die digitale Revolution auf den herkömmlichen Film hat. Mit Regisseur Chris Kenneally befragte er Kinolegenden wie Martin Scorsese, David Lynch, George Lucas, James Cameron, Steven Soderbergh und Lars von Trier. Bei der Berlinale-Premiere 2012 wurde "Side by Side" mit viel Beifall belohnt.

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