Di, 21. November 2017

In chinesischem Zoo

26.08.2014 10:36

Panda soll Schwangerschaft vorgetäuscht haben

In China haben sich Pläne für die weltweit erste TV-Liveübertragung einer Riesenpanda-Geburt vorerst zerschlagen: Die Pandabärin "Ai Hin" in der Aufzuchtstation von Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan bekommt doch keinen Nachwuchs. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua behauptet, das Tier habe die Schwangerschaft lediglich vorgetäuscht, weil trächtige Bärinnen besser behandelt werden.

Ai Hin habe im vergangenen Monat Anzeichen einer Schwangerschaft gezeigt, woraufhin eine TV-Übertragung der Panda-Geburt geplant worden sei, berichtete Xinhua. Doch Ai Hins "Verhalten und physiologische Anzeichen wurden wieder normal", sagten Experten der Panda-Station.

Klimatisierte Einzelgehege, mehr Futter
Sie vermuten, dass die Bären von den Privilegien für Schwangere, wie zum Beispiel klimatisierte Einzelgehege, wissen. "Sie bekommen mehr Brot, Früchte und Bambus, weshalb kluge Pandas das schon zu ihrem Vorteil ausgenutzt haben", zitierte die Nachrichtenagentur den Panda-Experten Wu Kongju von der Aufzuchtstation.

Pandas in freier Wildbahn stark bedroht
Große Pandas gehören zu den besonders bedrohten Tierarten, weil einerseits ihr Lebensraum im Südwesten Chinas schrumpft und sie andererseits sehr niedrige Geburtsraten aufweisen. In Freiheit leben nur noch etwa 1.600 Tiere, 300 weitere in Gefangenschaft. Nur jede vierte Bärin in Gefangenschaft wird laut Xinhua trächtig.

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