Mi, 22. November 2017

„Do g‘hear i hin“

22.08.2014 12:45

FPÖ wirbt mit Fendrichs Hymne - Musiker schäumt

Als politische Vereinnahmung, die zu unterlassen ist, sieht Rainhard Fendrich ein Wahlplakat der FPÖ Oberösterreich. Die Landesvertreter von Parteichef Heinz-Christian Strache werben dort nämlich mit einem Spruch, der frappant an Österreichs "inoffizielle Bundeshymne" erinnert.

In Fendrichs Jahrhundertwerk "I Am From Austria" heißt es im Refrain "Da bin i her, da g'hör' i hin". Vom "Werk" der freiheitlichen Spindoktoren prangt der Sager "Do kum i her, do g'hear i hin" - nicht gänzlich ident also, aber wohl auch nicht zufällig.

Für das Management des 59-jährigen Austro-Barden jedenfalls ist klar, dass der Slogan Bezug auf den Hit nimmt - und zwar "eindeutig" und "ohne Einholung der Zustimmung" des Musikers, also "rechtswidrig". Fendrich verwehre sich gegen jede politische Vereinnahmung, die FPÖ sei zur Unterlassung dieser Nutzung aufgefordert worden. Und: Man behalte sich zunächst weitere rechtliche Schritte vor.

FPÖ: "Es geht nicht um Österreich"
Die FPÖ Oberösterreich konterte, der Text sei "nicht identisch". Es gehe auch "nicht um Österreich, sondern um Oberösterreich", was sich aus weiteren Slogans und plakatierten Bildern erschließe - man prüfe nun aber die Sachlage. Parteichef Strache sieht "dem sehr gelassen entgegen". Fendrich habe allerdings nicht die "Erbpacht" auf einen "geläufigen Satz aus dem Volksmund".

Ob die Freiheitlichen nun tatsächlich einen Rechtsstreit mit Rainhard Fendrich riskieren, ist also offen. 2014/15 stehen in Vorarlberg, im Burgenland, in Oberösterreich, in Wien und in der Steiermark Landtagswahlen an.

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