Sa, 18. November 2017

„Kein Promi-Bonus“

20.08.2014 10:15

Fußfessel für Ex-Sturm-Boss Kartnig genehmigt

Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig hat eine Fußfessel genehmigt bekommen, wie der stellvertretende Leiter der Justizanstalt Graz-Jakomini, Kurt Schmiedbauer, am Mittwoch bestätigte. Somit sei die Verbüßung der 15 Monate Haft im Hausarrest möglich. Kartnig war wegen schweren Betrugs und Steuerhinterziehung zu 15 Monaten Haft und 5,5 Millionen Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Die technischen und vollzuglichen Voraussetzungen seien als gegeben befunden worden, so Schmiedbauer. "Es hat keinen Promi-Bonus gegeben, sondern eine sachgemäße Prüfung des Antrags." Der Strafantritt sei voraussichtlich im September.

Noch offen ist, ob und wie Kartnig die Geldstrafe von 5,5 Millionen Euro aufbringen wird. Gelingt ihm das nicht, erfolgt eine Exekution und - so diese nicht erfolgreich ist - die Verhängung einer Ersatzfreiheitsstrafe von voraussichtlich abermals 15 Monaten.

Für den Fall, dass ein Teilbetrag von rund zwei Millionen Euro gezahlt und damit die Ersatzarreststrafe auf neun Monate reduziert werden kann, gäbe es die Möglichkeit, eben diese Reststrafe in Form von gemeinnützigen Leistungen abzuleisten. "Aber darüber reden wir jetzt noch nicht", so Kartnig-Anwalt Roland Kier.

Außerdem muss ein Teil des Prozesses - dabei geht es um falsche Angaben über den Kartenverkauf gegenüber den Fußballverbänden - wiederholt werden, weshalb sich die Strafe noch erhöhen könnte.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden