So, 19. November 2017

„Andere Aufgaben“

20.08.2014 08:22

Ex-Microsoft-Chef Ballmer verlässt Verwaltungsrat

Der frühere Chef des Softwarekonzerns Microsoft, Steve Ballmer, ist auch nicht mehr Mitglied des Verwaltungsrates. In einem am Dienstag veröffentlichten Brief an seinen Nachfolger Satya Nadella gab Ballmer seinen sofortigen Rückzug bekannt. Er habe "eine Menge neuer Aufgaben" - unter anderem ist der 58-Jährige seit kurzem Besitzer des Basketballteams Los Angeles Clippers.

Daher wäre es "unpraktisch" für ihn, weiter in dem Führungsgremium mitzuarbeiten. "Es ist am besten für mich, zurückzutreten", erklärte Ballmer. Er beteuerte jedoch, dass er auch weiterhin großes Interesse am Unternehmen habe: "Ich habe Microsoft im Blut - die vergangenen 34 Jahre und auch in Zukunft."

Ballmer besitzt aktuell noch 4,04 Prozent der Microsoft- Anteile mit einem Wert von 15 Milliarden Dollar (11,2 Milliarden Euro) und ist damit der größte private Einzelaktionär des Konzerns. Seine Aktien wolle er "in absehbarer Zukunft" auch behalten, schrieb er. Microsoft-Gründer Bill Gates hatte Anfang Mai Anteile verkauft, seitdem gehören ihm nur noch 3,81 Prozent der Anteile.

Ballmer hatte ziemlich genau vor einem Jahr verkündet, dass er nach 13 Jahren als Firmenchef den Posten binnen Jahresfrist abgeben wolle. Im Februar verkündete Microsoft, dass der seit Jahren beim Unternehmen tätige Manager Satya Nadella Ballmers Nachfolger wird. Gates gab gleichzeitig den Vorsitz des Verwaltungsrats ab.

Neuer Microsoft-Chef krempelt um
Nadella kündigte im Juli eine Restrukturierung mit der Streichung von etwa 18.000 Stellen weltweit an. Der größte Job-Abbau der fast 40-jährigen Unternehmensgeschichte soll innerhalb von einem Jahr abgeschlossen sein.

Betroffen sind vor allem Stellen im Nokia-Bereich. Der Zukauf der Handysparte des finnischen Herstellers war unter Ballmers Führung beschlossen worden; er wollte zur Konkurrenz auf dem immer wichtiger werdenden Markt für Smartphones und Tablets aufschließen.

Nadella will den Schwerpunkt hingegen vor allem auf das Cloud-Computing legen. Ballmer schrieb in seinem Brief, er habe Vertrauen in diese Strategie. Das Rückgrat von Microsoft sind weiter das Betriebssystem Windows und das Büroprogramm Office, mit denen das Unternehmen das klassische PC-Geschäft dominiert.

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