Mo, 20. November 2017

„Tests negativ“

19.08.2014 22:34

Ebola: Entwarnung in Oberösterreich

In den beiden Ebola-Verdachtsfällen in Oberösterreich hat es am späten Dienstagabend Entwarnung gegeben. Das erklärte Landeshauptmann Josef Pühringer unter Berufung auf das telefonisch vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg übermittelte Laborergebnis der Blutproben. Auch das Gesundheitsministerium teilte mit: "Das Testergebnis war in beiden Fällen negativ."

Die beiden nigerianischen Männer waren am Mittwoch der vergangenen Woche im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit aus Lagos über Dubai nach Österreich gereist. Danach trat bei ihnen Fieber auf. Gemäß den Alarmplänen kontaktierte die praktische Ärztin den Amtsarzt des Bezirkes. Anschließend wurden die beiden Patienten in einem "Infektionstransport" vom Roten Kreuz in das zuvor informierte Spital in Vöcklabruck gefahren und in einem Isolierzimmer untergebracht. Nunmehr wurde auch im Spital Entwarnung gegeben.

Entwarnung auch in Tirol
Erst am Montagnachmittag war in Tirol Entwarnung gegeben worden: Der Verdacht, dass das tödliche Ebola-Virus für das Ableben einer 48-jährigen Britin verantwortlich gewesen war, hat sich nicht bestätigt. Die Frau war in der Nacht auf Samstag in ihrer Wohnung in Vomp tot aufgefunden worden. Erst kürzlich war sie von einer Reise aus Nigeria zurückgekehrt (siehe Infobox).

84 neue Tote in nur drei Tagen
Das Ebola-Virus ist in Westafrika weiter auf dem Vormarsch: Allein vom 14. bis 16. August starben 84 weitere Menschen an dem tödlichen Erreger, wie die Weltgesundheitsorganisation am Dienstag in Genf mitteilte. Damit stieg die Opferzahl in Liberia, Sierra Leone, Guinea und Nigeria auf insgesamt 1.229. Am schwersten von der Ebola-Epidemie betroffen ist laut WHO Liberia mit 53 weiteren Toten und 48 neuen Infizierten. Insgesamt starben in dem Land demnach bisher 466 Menschen, doch gehen die Experten davon aus, dass die WHO-Zahlen niedriger sind als die tatsächlichen.

Das Virus war zunächst zu Jahresbeginn in Guinea aufgetaucht, im Grenzgebiet zwischen Sierra Leone und Liberia. Es verbreitete sich rasch in den beiden Nachbarstaaten und erreichte schließlich Nigeria. Der Erreger löst hämorrhagisches Fieber aus, das in vielen Fällen zum Tod führt. Medikamente dagegen gibt es nicht, doch steigert eine frühzeitige Behandlung die Überlebenschancen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich das Virus durch Körperflüssigkeiten.

Epidemie als "Gesundheitsnotfall"
Die WHO erklärte die Epidemie inzwischen zum "Gesundheitsnotfall" und ließ den Einsatz noch nicht erprobter Medikamente und Impfstoffe in den betroffenen Ländern zu. Um eine weitere Ausbreitung durch Reisende zu verhindern, bildete sie inzwischen auch eine gemeinsame Taskforce mit der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation, der Welttourismusorganisation, dem internationalen Flughafenverband, der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung und dem Welttourismusverband.

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