Mi, 22. November 2017

Hotelier erbost

18.08.2014 17:00

Wegen Reifenpanne zu spät: Schwangere gefeuert

Durch eine Reifenpanne auf dem Weg in die Arbeit aufgehalten wurde eine im sechsten Monat schwangere Angestellte in St. Wolfgang in Oberösterreich. Daniela H. informierte ihren Chef und erschien zwei Stunden später. Diesen Umstand nahm der genervte Hoteldirektor zum Anlass, um auf den Tisch zu hauen und die Frau zu feuern!

"Er hat gesagt, ich soll mich nie mehr blicken lassen und mich schleichen", so die Oberösterreicherin zur "Krone". Schon im Vorfeld war es immer wieder zu Unstimmigkeiten gekommen: "Ich habe dem Hotelier bereits ein oder zwei Wochen vorher mitgeteilt, dass ich in der 22. Schwangerschaftswoche bin. Ich soll Druck sowie Stress vermeiden", erklärt die werdende Mutter weiter.

Ursprünglich war sie als Hilfe beim Frühstücksbuffet für zehn Stunden in der Woche eingesetzt. Seit August ist die Hochschwangere im Mutterschutz. Zu allem Überdruss wurde Daniela H. von ihrem Ex-Chef noch beschuldigt, sie habe ihre Pflichten gröblich verletzt.

"Eine Kündigung und/oder Entlassung ist ab der Schwangerschaft nur mit Zustimmung des Arbeits- und Sozialgerichtes möglich. Dies auch nur, sofern der Betrieb stillgelegt wird oder der Arbeitnehmer in der Gerichtsverhandlung zustimmt. Alle Ansprüche bleiben erhalten", so die Wiener Rechtsanwältin Ulrike Nittmann.

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