So, 17. Dezember 2017

Nach Selbstmord

15.08.2014 13:34

Robin Williams hatte Parkinson: Fox "fassungslos"

Die Mitteilung von Robin Williams' Frau, der Schauspieler sei an Parkinson im frühen Stadium erkrankt gewesen, sorgt nach dem Selbstmord des beliebten Komikers erneut für Bestürzung. Michael J. Fox, der schon seit vielen Jahren an Parkinson leidet, meinte, er sei "fassungslos" angesichts dieser Nachricht. Williams hatte sich am Montag im Alter von 63 Jahren in seinem Haus im kalifornischen Tiburon das Leben genommen.

Williams' Frau Susan Schneider hatte am Donnerstag mitgeteilt, der Schauspieler sei an Parkinson erkrankt gewesen. Allerdings habe sich die Krankheit noch in einem sehr frühen Stadium befunden. Michael J. Fox, der seit langem an der nervenbedingten Bewegungsstörung leidet und sich mit seiner Stiftung für Parkinson-Kranke einsetzt, reagierte bestürzt.

Er sei "fassungslos", schrieb der 53-Jährige am Donnerstag auf Twitter. Williams sei ein "wahrer Freund" und Unterstützer der von Fox gegründeten Parkinson-Stiftung gewesen. Er sei sich "recht sicher", dass der Komiker schon vor seiner eigenen Diagnose der Stiftung im Kampf gegen das Nervenleiden geholfen habe, schrieb Fox.

Der "Zurück in die Zukunft"-Star weiß seit 1991 von seiner unheilbaren Krankheit, erst 1998 gab er die Diagnose öffentlich bekannt. Fox, der gelegentlich noch vor der Kamera steht, ist von der Schüttellähmung gezeichnet. Bei Parkinson sterben Nervenzellen ab, die Kontrolle über Gliedmaßen geht verloren, typisches Zittern tritt auf.

"Er war noch nicht so weit, es mitzuteilen"
Robin Williams habe sich in einer frühen Phase der Parkinson-Krankheit befunden, teilte Schneider mit. "Er war noch nicht so weit, dies öffentlich mitzuteilen." Schneider zufolge hatte Williams seine Alkoholprobleme im Griff. Er habe mutig gegen Depressionen und Angstzustände angekämpft.

Der Oscar-Preisträger und dreifache Vater war am Montag in seinem Haus tot aufgefunden worden. Williams litt seiner Sprecherin zufolge schon seit Längerem unter schweren Depressionen, war lange alkoholsüchtig und hatte früher auch Rauschgift genommen. Mit Schneider, seiner dritten Ehefrau, war er seit 2011 verheiratet.

"Robin hat so viel Zeit seines Lebens damit verbracht, anderen zu helfen", erinnerte Schneider am Donnerstag an den Schauspieler. Nach seinem "tragischen" Tod hoffe sie, dass andere daraus Kraft schöpfen, Hilfe zu suchen, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen.

Fans pilgern zu Haus und Drehorten
Mit Blumen, Briefen und Trauerbekundungen hatten Fans und Kollegen in aller Welt in den vergangenen Tagen Abschied von dem Hollywoodstar genommen. Hunderte Menschen pilgerten zum Haus des Darstellers und zu bekannten Drehorten seiner Filme. Auch im Internet verliehen viele ihrer Trauer um den Star aus Filmen wie "Mrs. Doubtfire", "Club der toten Dichter" und "Good Morning, Vietnam" Ausdruck.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden