So, 19. November 2017

„Eine Katastrophe“

15.08.2014 12:04

Hochwasser-Gefahr in Kärnten: Schleusen geöffnet

Extreme Niederschläge haben am Mittwoch in Kärnten erneut für Schäden gesorgt: Straßen wurden von Schlamm und Geröll verlegt, Keller mussten ausgepumpt werden. Wegen der Hochwassergefahr wurden zudem die Schleusen dreier Draukraftwerke sowie des Margaritzenspeichers geöffnet werden. Überflutungen blieben dadurch aus; aber die Maßnahme sorgt nun auch für massive Kritik.

Der Wasserspiegel in den Stauräumen Edling, Feistritz und Rosegg wurden aufgrund der Niederschlagsprognosen vorsorglich um satte zweieinhalb Meter abgesenkt. Nach dem dramatischen Hochwasser von Lavamünd im Jahre 2012 samt all seinen Schäden und Prozessfolgen hat sich der Verbund diesmal zu dieser sofortigen und rigorosen Maßnahme entschlossen.

"Es ist eine Katastrophe"
Das sorgt nun aber neuerlich für Kritik. "Es gab keine Informationen. Das hätte gefährlich enden können, wenn ich mit meiner Familie mit dem Boot raus gefahren wäre", so ein Fischer am Edlinger Stausee. Durch die Absenkung wurden auch zahlreiche Boote beschädigt.
Groß ist der Ärger etwa bei Erwin Werkl, Sektionsleiter des VST Rudern: "Es ist eine Katastrophe. Sonntag hätte unsere Jubiläumsregatta stattfinden sollen. Wir haben die Veranstaltung gemeldet, und trotzdem wurde das Wasser unkontrolliert abgelassen. Es droht enormer Schaden."

Schutz von Menschenleben
"Es ist bedauerlich, dass ein Schaden entstanden ist. Es ging aber um den Schutz von Menschenleben. Wir mussten in den Staubereichen Platz für eine mögliche Hochwasserwelle schaffen", erklärt dazu Florian Seidl vom Verbund. Donnerstagmittag wurde mit dem Wiederaufstau begonnen.

Die enormen Regenfälle haben auch zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen in den Bezirken Villach-Land, Klagenfurt-Land sowie in Unterkärnten geführt.

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