Mi, 13. Dezember 2017

Gemeinsam mit Briten

14.08.2014 16:04

Luftbrücke aus Österreich für Jesiden im Irak

Dramatisch ist nach wie vor die Lage der vor den islamistischen Terror-Milizen im Irak geflohenen Menschen. Die UNO hat die höchste Notstandsstufe ausgerufen. Auch das Österreichische Bundesheer wird sich jetzt an einer Luftbrücke für die Flüchtlinge beteiligen und Lebensmittel, Wasser und Medikamente liefern.

Außenminister Sebastian Kurz, Verteidigungsminister Gerald Klug und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner arbeiten in dieser humanitären Katastrophe eng zusammen. Nach Absprache mit den Briten ist derzeit geplant, die Hilfsgüter für die verzweifelten Menschen im umkämpften Nord-Irak mit Hercules-Transportern des Bundesheeres nach Zypern zu fliegen. Dort verfügen die Engländer über große Lagerhallen und Logistikzentren, wo alles in britische Maschinen umgeladen und von diesen ins Krisengebiet gebracht werden soll.

Ein direkter Transport der Güter mit den österreichischen Maschinen in den Irak sei derzeit nicht möglich, da es keine Garantie gebe, dass die Flugzeuge in Erbil wieder aufgetankt werden können, so ein Sprecher des Außenministeriums. Die Briten hingegen können von Zypern aus mit einem Tank hin und wieder zurück fliegen.

Kampf gegen Terrororganisation Islamischer Staat
Unterdessen sind Spezialeinheiten aus den USA und Großbritannien im Nord-Irak im Einsatz, um die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Krieg gegen die Islamisten der Terrororganisation Islamischer Staat zu unterstützen. Sie sind auch bereits zu den Flüchtlingen vorgedrungen, die sich immer noch auf einem Gebirgszug vor den Fanatikern verstecken.

Glücklicherweise sei es mittlerweile Zehntausenden gelungen, sich in relativ sichere Gebiete abzusetzen. Mehr als tausend Menschen sitzen aber immer noch im Gebirge fest. Die Versorgung aus der Luft mit Lebensmitteln und Wasser dürfte aber relativ gut funktionieren.
Dennoch fehlt es an allen Ecken und Enden am Nötigsten, wie Caritas und Diakonie erklären. Schließlich haben in den vergangenen Wochen Hunderttausende Christen und Jesiden ihr Zuhause verloren und müssen versorgt werden.

"Alles ist voll mit Flüchtlingen"
Auch der Österreicher Michel Reimon, der als EU-Abgeordneter gerade aus dem Nord-Irak zurückgekehrt ist, sagt: "Alles ist voll mit Flüchtlingen, von denen viele noch in einer Todesfalle festsitzen." Auch Waffenlieferungen, sagt er indirekt, seien dringend nötig (siehe Video in der Infobox).

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