Fr, 24. November 2017

Brücken gerammt

14.08.2014 12:36

40-Tonnen-Ponton macht sich am Rhein selbstständig

Ein 40-Tonnen-Ponton hat sich am Mittwochnachmittag in der Schweizer Stadt Chur selbstständig gemacht und ist über mehrere Stunden den Rhein abwärts nach Vorarlberg getrieben. Auf ihrem Weg touchierte die Bauplattform, auf der ein Bagger mitreiste, mehrere Brücken, ehe sie kurz vor der Einmündung in den Bodensee auf Grund lief.

Zum "Geister-Wasserfahrzeug" wurde der rund 15 Meter lange Ponton, der für Bauarbeiten zum Einsatz gekommen war, indirekt durch den starken Regen in der Region. Dieser hatte die Strömung am Rhein stark ansteigen lassen. Die schwimmende Plattform löste sich aus ihrer Verankerung und trieb mit rund 15 km/h stromabwärts. Die Polizei begleitete die ungeplante Fahrt u.a. mit einem Hubschrauber.

Mehrere Brücken beschädigt
Gleich drei Mal kamen dem Ponton dann alleine in Österreich Brückenpfeiler in die Quere, die leicht beschädigt wurden. Die betreffenden Rheinübergänge waren schon davor gesperrt worden, was teils für Verzögerungen im Straßenverkehr sorgte. Die Brücke in Bangs (Bezirk Feldkirch) musste nach der Kollision sogar behördlich auf Schäden untersucht werden. Schließlich konnten alle Brücken wieder freigegeben werden.

Auch in der Schweiz war es zu mehreren Brücken-Kollisionen gekommen. Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit hatte man dort auch noch von einer Brücke aus Lampen auf das Gefährt geworfen, um es bei Dunkelheit besser verfolgen zu können.

In Rheinmündung auf Grund gelaufen
Da bei den Zusammenstößen mit den Brückenpfeilern zwei Kammern der Arbeitsplattform beschädigt wurden und mit Wasser vollgelaufen waren, lief der Ponton, kurz bevor er den Bodensee erreichte, auf Grund. Eine erste Bergungsaktion musste in der Nacht abgebrochen werden.

Erst am Donnerstagvormittag schleppte ein Feuerwehrboot die gestrandete Arbeitsplattform in den Bodensee. Von dort wurde der Ponton mittels Polizeiboot weiter in den Hafen der Gemeinde Hard gebracht. Dort soll die Plattform zerlegt und dann zurück in die Schweiz transportiert werden.

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