Mo, 20. November 2017

Ehefrau fand Leichen

13.08.2014 16:43

Todesdrama um ungleiches Brüderpaar in NÖ

Unfassbare Bluttat im Waldviertel: In der Nacht auf Mittwoch richtete der Pensionist Karl M. (63) seinen eigenen Bruder Johann M. (60) mit einem Schuss in die Brust hin und nahm sich unmittelbar darauf das Leben. Das Motiv liegt noch völlig im Dunkeln, die Ehefrau des Opfers fand die beiden Leichen.

Die dicke Nebeldecke, die Mittwoch früh über der 1.000-Seelen-Gemeinde Raxendorf im Waldviertel hing, spiegelte genau die bedrückte Stimmung in der Bevölkerung wider. Nur wenige Stunden zuvor hatte sich die unfassbare Familientragödie ereignet.

"Es ist ein schmerzlicher Verlust für unsere Gemeinde. Unser Mitgefühl gilt der Familie", sagte Bürgermeister Johannes Höfinger.

Ungleiches Brüderpaar
Was war geschehen? Am Vorabend stieg Johann M. (60) ins Auto, um seinen Bruder Karl - er wohnte nur wenige Kilometer entfernt - zu besuchen. Beide waren pensionierte Eisenbahner, doch sonst ein ungleiches Brüderpaar: Johann war verheiratet, zweifacher Vater und Großvater, beim lokalen Fußballklub engagiert, ein gern und oft gesehener Gast bei diversen Festen.

Karl hingegen galt als Eigenbrötler. "Er lebte sehr zurückgezogen. Ich habe ihn höchstens einmal in der Woche zu Gesicht bekommen", berichtet sein Nachbar Matthias M. Darüber hinaus soll Karl mit psychischen Problemen zu kämpfen gehabt haben, war alkoholabhängig - und er war bewaffnet.

Ehefrau des Opfers fand die beiden Leichen
"Weil sie ihren Mann nicht mehr erreichen konnte, fuhr die Ehefrau des Opfers zu dem Haus, fand die Leichen und schlug Alarm", so Leopold Etz vom Landeskriminalamt. Doch es war zu spät. Johann - er wurde von einer Revolverkugel in der Brust getroffen - lag tot vor der Garage, Karl richtete sich nach dem Mord mit einer CZ-Pistole selbst - ebenfalls mit einem Schuss in die Brust. Beide Waffen besaß er legal.

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