Sa, 18. November 2017

Polizei ermittelt

08.08.2014 17:16

Mann in baufälligem Wohnhaus von Gitter erschlagen

Die Wiener Polizei beschäftigt sich derzeit mit dem mysteriösen Tod eines 65-Jährigen. Cafar I. - Vater von sechs Kindern und elf Enkelkindern - starb auf einer Baustelle, die einmal sein Zuhause war. Der Wiener war der letzte Mieter eines Hauses, aus dem die anderen Bewohner längst geflohen waren.

Wieder und wieder hatte der Bausachverständige Kurt W. die Wiener Baubehörden auf die untragbaren Zustände im Haus in der Esterhazystraße informiert. "Mir ist schleierhaft, wie das alles bewilligt werden konnte. Dennoch hat die Baupolizei nichts unternommen, obwohl auch das Kellermauerwerk völlig durchnässt war", schildert der Experte erschüttert.

Leichnam wird obduziert
Trauriger Höhepunkt der Behördenuntätigkeit: Vor wenigen Tagen wurde der Familienvater Cafar I. tot aufgefunden. Er war von einem Stapel Baugitter erschlagen worden. Sein Leichnam wird obduziert. Vor allem die Vorgeschichte lässt jetzt die Kriminalpolizei hellhörig werden. Denn die Mieter wurden von einer Innsbrucker Baugesellschaft sukzessive "abgesiedelt".

Zuletzt wurden sogar Toiletten abgerissen. Andere Bewohner berichten von künstlichen Überflutungen. Nur der 65-Jährige hielt die Stellung in seiner 56 Quadratmeter großen Wohnung - bis er jetzt unter mysteriösen Umständen starb. Eine seiner Töchter zur "Krone": "Mein Papa war ein starker, kräftiger und erfahrener Bauarbeiter. Sein Tod ist uns allen ein Rätsel. Wir wollen Aufklärung."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden