Fr, 20. Oktober 2017

Gesund genießen

19.08.2014 16:04

Avocado – was steckt in der grünen Frucht?

Die Avocado ist bei manchen Menschen als fetthaltige, kalorienreiche Frucht bekannt - damit tut man ihr jedoch Unrecht. krone.at zeigt, was wirklich in der Avocado steckt, und verrät die besten Rezepte.

Das Heimatland der Avocado ist Mexiko, wo die Frucht einst von den Azteken angebaut wurde. Heute kommt sie aus verschiedenen tropischen Anbaugebieten ebenso wie aus Kalifornien, Australien und Neuseeland.

Was steckt in der Avocado?
Auf den ersten Blick scheint mehr gegen als für den Genuss einer Avocado zu sprechen: Etwa 400 Kalorien hat eine mittelgroße Avocado und ca. 40 Gramm Fett. Das hört sich auf den ersten Blick nicht unbedingt gesund an - doch Fett ist bekanntlich nicht gleich Fett: Die Avocado reich an den guten, ungesättigten Fettsäuren. Diese sind gesund für den Körper und haben positive Effekte auf den Blutfettspiegel. Außerdem können sie von unserem Körper gut verdaut werden.

Weiters kann Avocado-Genuss dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken, da die Frucht ballaststoffreich ist und damit auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Die Avocado sollte daher zwar während einer Diät nicht maßlos genossen werden, sollte aber zur sinnvollen Ergänzung des Speiseplans immer wieder mit dabei sein.

Das ist aber noch nicht alles: Die Avocado enthält so viel Vitamin C, dass sie mit einem Glas Soda mit dem Saft einer ganzen Zitrone schon den Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen decken kann. Zusätzlich liefert sie dem Körper die Vitamine A, C und E, was den Haaren und der Haut guttut. Darüber hinaus enthält sie Folsäure, Eisen, Magnesium, Kalium, Ballaststoffe und Kupfer.

Auch ist die Avocado ein sehr guter Stresskiller und Energielieferant, da sie eine spezielle Kohlenhydratkombination enthält, welche vom Körper gut verarbeitet und in Energie für Nerven und Gehirn umgewandelt werden kann. So enthält eine Avocado etwa doppelt so viel Energie, wie Sie durch Genuss einer Banane erhalten.

Worauf soll man beim Kauf achten?
Avocados werden so geerntet, dass sie am Transportweg und im Handel noch nachreifen können. Wenn Sie mit einem Finger sanften Druck auf die Frucht ausüben, sollte die Schale nachgeben - dann ist der richtige Reifegrad erreicht. Wenn Sie die Frucht zu Hause nachreifen lassen müssen, legen Sie einfach einen Apfel daneben. Die entstehenden Gärgase des Apfels beschleunigen den Prozess.

Wie bereitet man Avocados zu?
Die Schale und der feste Kern sind nicht genießbar. Sie schneiden daher die Schale um die Längsachse der Frucht einmal im Kreis bis zum Kern ein. Dann verdrehen Sie die beiden Hälften mit ein wenig Druck gegeneinander, bis sie sich voneinander lösen lassen. Dann auf den Kern klopfen, damit dieser sich leichter lösen und entfernen lässt. Anschließend können Sie das Fruchtfleisch mit einem Löffel von der Schale lösen. Alternativ schneiden Sie das Fruchfleisch der Länge sowie der Breite nach in Streifen - wenn Sie Würfel brauchen - und stülpen dann die Schale einfach um, sodass Sie das Fruchtfleisch von der Schale leicht lösen können.

Die Avocado wird häufig als Rohkost genossen. Wenn Sie das Fruchtfleisch von Kern und Schale getrennt haben, empfiehlt es sich, dieses gleich mit Limetten- oder Zitronensaft zu beträufeln, damit die frische grüne Farbe der Frucht erhalten bleibt. Sie können die Avocado dann in beliebiger Größe in Streifen schneiden oder würfeln und mit Salz, Pfeffer, Kräutern, Knoblauch oder Zwiebeln würzen. Derart angerichtet ist sie eine perfekte Beilage zu Salaten, Räucherlachs oder einfach als Beilage zu Brot und Gebäck.

Sie können aber auch die Avocado pürieren und als Mus mit Joghurt und Kräutern anrühren oder als würzen Brotaufstrich bzw. Dip verarbeiten. Pürieren können Sie die Avocado ganz einfach mit einer Gabel, indem Sie das Fruchtfleisch zerdrücken. Aber natürlich kann auch der Pürierstab verwendet werden. Dass es noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten für Avocados gibt, zeigt das nachfolgende Rezept.

Avocado-Süßkartoffel-Torte von User "provegi":
Sie brauchen: 1 Dose Kidney Bohnen, 3 EL Brösel, 3 EL Weizenkeime, 3 EL Haferflocken, 3 EL Vollkornmehl, 100 g Butter. Für die Fülle: 1 Frühlingszwiebel, 2 Stück gekochte Süßkartoffel, 2 Stück Avocado, 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Kardamon, Saft und Schale vn einer unbehandelten Zitrone, 2 EL Sonnenblumenkerne, 1 EL Öl.

Und so geht's: Bohnen in ein Sieb geben und abbrausen, anschließend abtropfen lassen. Für den Teig die Brösel, Haferflocken, das Mehl und die Weizenkeime in einer Schüssel gut verrühren und mit flüssiger Butter übergießen. Diese Mischung in eine ausgefettete Springform geben und 15 Minuten im vorgeheizten Rohr bei 190 Grad Celsius backen. Für die Fülle die nudelig geschnittene Frühlingszwiebel, gekochte Süßkartoffeln und Bohnen zu Püree zerdrücken oder mixen und würzen. Diese Masse auf die leicht ausgekühlte Tortenform streichen. Avocado schälen, in kleine Stücke schneiden, mit Zitrone beträufeln und mit dem Abrieb der Zitronenschale sowie den Sonnenblumenkernen mischen. Damit den Tortenboden bedecken. Mit Alufolie bedecken und weitere zehn Minuten backen. Heiß oder kalt in Tortenecken servieren.

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