Sa, 25. November 2017

„Grünes Herz“

07.08.2014 08:59

Jäger fing wildernden Hund ein, statt zu schießen

Wildernde Hunde sind ein Problem: Regelmäßig werden gerissene Wildtiere aufgefunden, die oft zu Tode gehetzt und gebissen wurden, bis sie verendeten. Weidmänner dürfen daher wildernde Hunde laut Gesetz erschießen. Was jedoch kaum ein Jäger mit "grünem Herzen" tut, wie ein aktueller Fall aus Puch belegt.

"Wir waren auf der Jagd. Plötzlich sahen wir einen großen, dunklen Hund, der einen Rehbock in den Wald hinein hetzte", schildert Sepp Jonach, der Obmann der Jagdgesellschaft Puch. Das darf nicht sein! Mit Jagdfreunden legte sich Jonach am Abend auf die Lauer.

"Einen Hund zu erschießen ist das Allerletzte"
Sie hatten Glück: "Ein Jagdkollege sah den Vierbeiner und konnte ihn sogar in sein Auto locken", schildert Jonach: "Einen Hund zu erschießen ist für uns Jäger nämlich das Allerletzte, und auch der Jagdaufseherverband hat dazu aufgerufen, im Fall von wildernden Hunden alles andere zu versuchen als zu schießen." Außerdem haben viele Jäger selbst einen treuen Vierbeiner an ihrer Seite.

Halterin wurde nicht angezeigt
Mithilfe eines Tierarztes gelang es den Pucher Jägern, die Tierhalterin auszuforschen. Jonach: "Sie hat uns zugesichert, in Zukunft mehr auf ihren Hund aufzupassen. Deshalb haben wir auch keine Anzeige bei der Polizei erstattet."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).