Di, 21. November 2017

Erfolgreiche Aktion

05.08.2014 09:04

Sämtliche Hunde in rumänischer Gemeinde kastriert

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" freut sich über einen besonderen Erfolg: In der Gemeinde Jichisu de Jos im Norden Rumäniens konnten sämtliche Hunde, die einen Besitzer haben, kastriert und registriert werden. Damit wollen die Tierschützer verhindern, dass Hunde unkontrolliert gezüchtet und Welpen ausgesetzt werden.

Dieses Projekt sei insofern besonders wichtig, als mit dem 1. Jänner 2015 ein neues Gesetz zum "Management von Hunden" in Kraft treten wird, demzufolge alle nicht reinrassigen Hunde kastriert, gechippt und im Nationalen Register für Hundehalter (RECS) eingetragen sein müssen, so die "Vier Pfoten" in einer Aussendung.

Hunderte Vierbeiner in Hinterhöfen behandelt
Das Projekt wurde vom Mai bis Juli 2014 in Zusammenarbeit mit der lokalen NGO "Anima Pro Terra" realisiert. Tierärzte kastrierten und chippten 450 Hunde in Hinterhöfen der fünf zu Jichisu de Jos gehörenden Orte. In Teams waren sie im Vorfeld von Tür zu Tür gegangen, um die Bevölkerung davon zu überzeugen, das Angebot der "Vier Pfoten" zu nutzen und ihre Hunde kastrieren zu lassen.

"Zeigen Rumänien, dass das Problem gelöst werden kann"
"Unser Projekt hat tolle Ergebnisse erzielt. Wir können der zentralen Verwaltung und allen Bürgermeistern in Rumänien damit zeigen, dass das Problem der hohen Geburtenrate von ausgesetzten Hunden mit der Unterstützung der lokalen Behörden human und effektiv gelöst werden kann. Wir werden unsere Arbeit in der Region mit einem weiteren Projekt fortsetzen, und zwar in Mica, einer Stadt sehr nahe von Dej", erklärt Anca Tomescu, Leiterin der "Vier Pfoten"-Streunerhilfe Rumänien.

Neues Gesetz schreibt Kastration von Mischlingen vor
Ab dem 1. Jänner 2015 müssen alle Hundebesitzer, deren Tiere keinen Stammbaum haben, mit hohen Strafen rechnen, wenn sie ihre Hunde nicht kastrieren, impfen, chippen und im Nationalen Register für Hundebesitzer (RECS) eintragen. Die verhältnismäßig hohen Kosten für die Operationen, mangelnde Aufklärung, gepaart mit mangelndem Verantwortungsbewusstsein bei vielen Hundebesitzern, besonders in ländlichen Gegenden, sowie die drohenden hohen Strafen führen dazu, dass immer mehr Hunde ausgesetzt und damit Teil der bestehenden Streunerhundeproblematik werden.

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