Fr, 24. November 2017

Gaza-Protest in Wien

04.08.2014 06:25

Flashmob stellte das Leid der Palästinenser dar

Vor der Wiener Staatsoper am Herbert-von-Karajan-Platz haben am Sonntagabend Aktivisten in einer emotional geladenen, theatralischen Darstellung auf die zivilen Opfer der israelischen Offensive im Gazastreifen aufmerksam gemacht. Initiator war die Facebook-Gemeinschaft "Austrian activists for Palestine".

Bei der als "großer Flashmob" angemeldeten Aktion wirkten laut Aussage der Organisatoren 35 dafür vorbereitete Darsteller, darunter auch mehrere Kinder, mit. Nach einem anfänglichen, fröhlichen Tanz wurden die Palästinenser von als Israelis gekennzeichneten Soldaten zu Boden geworfen und mit Spielzeugwaffen bedroht. An die 20 freiwillige Sympathisanten, die über Facebook eingeladen wurden, spielten als unschuldige Opfer spontan mit, indem sie sich zu Boden warfen und mit palästinensischen Fahnen bedeckt wurden.

Auch eine kleine Attrappe einer von den Israelis angegriffenen UN-Schule wurde aufgestellt, wo sich eine palästinensische Familie zu verstecken versuchte. Als Mitarbeiter des Roten Kreuzes verkleidete Darsteller wurden von den vermeintlichen israelischen Soldaten daran gehindert, zu den Verletzten zu gelangen. Über Lautsprecher waren abwechselnd laute, zur Situation passende Musik und Geräusche von Bombenangriffe, Straßenlärm und schrille Sirenen zu hören.

Aktivistin: Aggression geht allein von Israel aus
Laut Israa Doghman, eine der Organisatorinnen von "Austrian activists for Palestine", geht die Aggression allein von Israel aus. Auf die Frage über die Rolle der im Gazastreifen herrschenden radikalislamischen Hamas und die Raketenabschüsse nach Israel wollte sie nicht eingehen. Ziel sei es, Frieden und ein Ende des Leidens der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen zu erreichen, sagte sie. Ihre Organisation sei multiethnisch und bestehe aus acht Mitgliedern, ein Österreicher wäre auch dabei. Auch das Publikum und die Darsteller seien aus mehreren Ländern.

Am Ende der Veranstaltung waren laut Organisatoren zwischen 350 und 400, laut der anwesenden Polizei circa 200 Menschen dabei. Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle.

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