Mo, 20. November 2017

„Richtig gemacht“

03.08.2014 15:27

Lauda begrüßt Ecclestones 100-Mio.-$-Rettungsplan

Bernie Ecclestones angeblicher 100-Millionen-Dollar-Deal mit der Münchner Justiz lässt die Formel 1 aufatmen. Die sich abzeichnende Einstellung des Schmiergeldprozesses rettet dem Geschäftsführer der Rennserie wohl das Amt - und seine Gefolgschaft im Vollgas-Zirkus kann an der dafür anscheinend notwendigen Rekordzahlung nichts Falsches finden. "Wenn der Prozess eingestellt wird, wenn Bernie nicht verurteilt wird, dann sind alle Vorwürfe vom Tisch, dann hat er alles richtig gemacht", sagte der österreichische Ex-Weltmeister Niki Lauda der "Süddeutschen Zeitung".

Nach Informationen der Zeitung kommt es nun genau zu dem Szenario, das Ecclestone vor Beginn des Prozesses um angebliche Bestechung beim Verkauf der Formel 1 von der BayernLB an das Investmentunternehmen CVC noch ausgeschlossen hatte. "Ich gehe in diesen Prozess, um meine Unschuld in der Sache zu beweisen, für die ich angeklagt bin", hatte er gesagt. Auf "keinen Fall" werde es einen Deal geben, betonte er vor Monaten. Am vergangenen Dienstag hatten Ecclestones Anwälte im Gerichtssaal aber bereits eine Ausgleichszahlung von 25 Millionen Euro an die BayernLB angeboten, um den Prozess vorzeitig zu beenden.

Laut SZ soll Ecclestone nun zudem eine Zahlung von 100 Millionen Dollar an die Staatskasse offeriert haben. Der Formel-1-Boss soll selbst noch einmal nach München gereist sein, um den Deal mit zu verhandeln. Angeblich soll es letztlich zu einer Einigung mit den Staatsanwälten gekommen sein. Stimmt Richter Peter Noll einer solchen Vereinbarung zu, könnte der Bestechungsprozess am Dienstag abrupt beendet sein - geplant ist er eigentlich bis mindestens 16. September.

"Ich kann das für die Formel 1, für Mercedes und alle anderen Teams nur begrüßen, weil Bernie sich dann wieder voll auf die Formel 1 konzentrieren und zusammen mit den Teams die bestehenden Probleme lösen kann", sagte Lauda der SZ und fand: "Hätte Bernie aufhören müssen, dann wäre das eine Katastrophe für die Formel 1 gewesen."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden