Di, 12. Dezember 2017

Spuren ausgewertet

31.07.2014 12:41

Bluttat in Bayern: Tatwaffe in Wald gefunden

Im Mordfall Bad Reichenhall hat die bayerische Polizei jetzt die Tatwaffe gefunden. Ein am Montag am Waldrand im Unterholz entdecktes Messer konnte nach DNA-Untersuchungen in der Münchner Rechtsmedizin als jene Waffe identifiziert werden, mit der beide Opfer attackiert worden sind. Neben dem Messer wurde auch die Handtasche mit der Geldbörse der 17-jährigen Frau entdeckt.

Details zur Tatwaffe wollte Polizeisprecher Franz Sommerauer mit Hinweis auf die Ermittlungstaktik am Donnerstag nicht nennen, nach den bisherigen Laborergebnissen sei allerdings keine eindeutige Täterspur auf dem Messer zu finden. "Die Spur geht leider nicht in diese Richtung. Es gibt einen Zusammenhang zu den beiden Opfern, aber noch keine zu einem möglichen Täter." Hier seien noch weitere Untersuchungen im Labor notwendig. Auch die Spurenauswertung bei der gefundenen Handtasche laufe noch.

Weiterhin jede Spur fehlt laut Ermittlern von der schwarzen, stark abgegriffenen Herrengeldbörse des 72-jährigen Opfers. Zugleich hält es die Polizei für denkbar, dass der Täter seine Kleidung nach der Tatnacht versteckt oder entsorgt haben könnte und ersucht die Bevölkerung um Mithilfe, sollte jemand etwas beobachtet haben.

17-Jährige konnte Täter auf Foto nicht eindeutig identifizieren
Dem 17-jährigen Opfer wurden am Mittwoch auch 50 Bilder unterschiedlicher Männer vorgelegt, darunter ein aktuelles Foto des Tatverdächtigen. "Die 17-Jährige konnte dabei keinen als Täter benennen, aber auch nicht ausschließen, dass er bei den gezeigten Fotos dabei war", sagte Sommerauer. Die Fotos werden nun weiteren Zeugen vorgelegt, die den mutmaßlichen Täter in der Tatnacht möglicherweise gesehen haben.

21-jähriger Tatverdächtiger zeigt sich weiterhin nicht geständig
Bei der Bluttat in der Nacht auf den 14. Juli waren in Bad Reichenhall ein 72-jähriger Mann getötet und eine 17-jährige Frau schwer verletzt worden. Der Mann wurde gegen 3 Uhr leblos in der Poststraße aufgefunden, 15 Minuten später wurde das Mädchen nur wenige Hundert Meter weiter in der Berchtesgadener Straße brutal überfallen (Berichte siehe Infobox).

Die junge Frau musste auf der Intensivstation des Landeskrankenhauses Salzburg behandelt werden. Zehn Tage nach der Tat wurde ein 21-jähriger Tatverdächtiger festgenommen. Der Mann sitzt derzeit in Untersuchungshaft, zeigt sich aber nicht geständig.

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