Mo, 11. Dezember 2017

Erfolg für Polizei

31.07.2014 16:22

Bgld: Drogenkartell gesprengt - 30 Täter verhaftet

6,6 Millionen Euro in zwei Jahren - so viel Geld hat ein Drogenkartell "erwirtschaftet", das Burgenlands Polizei nun hochgehen ließ. Die Fäden zog ein wegen Suchtgifthandels verurteilter Niederösterreicher, der bei einem Freigang nach Südamerika geflüchtet war. Von Bolivien aus organisierte er in seiner alten Heimat Ecstasy-, Speed- und Kokain-Lieferungen. Der Haupttäter und 29 Komplizen wurden gefasst.

Das miese Geschäft mit Drogen bestimmte sein Leben. Nachdem der Niederösterreicher deswegen eine längere Haftstrafe zu verbüßen hatte, nutzte er Ende 2010 einen Freigang zur Flucht. Der heute 37-Jährige setzte sich nach Bolivien ab. In seinem südamerikanischen Versteck koordinierte er via Facebook und Skype einen regen Suchtgifthandel in Österreich.

Mithilfe seines engsten Komplizen in Deutschland wurde Rauschgift im großen Stil in die alte Heimat geschmuggelt - kleine Lieferungen kamen per Paketdienst, größere ab zehn Kilo übernahmen angeheuerte Kuriere. Mit dem "Stoff" versorgt wurden vorwiegend Gäste auf Rave-Partys.

Speed, Ecstasy, Kokain und Cannabis geschmuggelt
Fahnder der Suchtmittelgruppe des Bezirkspolizeikommandos in Neusiedl am See im Burgenland konnten der Bande allein zwischen Anfang 2011 und 2013 den Verkauf von 177 Kilo Speed, 178.000 Ecstasy-Tabletten, 73 Kilo Cannabiskraut und Kokain nachweisen. Das entspricht einem Schwarzmarktwert von 6,6 Millionen Euro!

"Bei den Deals erfolgte die Bezahlung stets auf drei Wegen, um abgesichert zu sein. Ein Drittel des Drogengeldes wurde auf Konten transferiert, ein Teil in Büchern an diverse Adressen geschickt und der Rest bei der Übernahme der Ware ausgehändigt", so Ermittler Markus Strudler.

Bei Hausdurchsuchungen wurden außerdem unterschiedliche Suchtmittel mit einem Schwarzmarktwert von 100.000 Euro, eine verbotene und schussbereite Maschinenpistole sowie 100.000 Euro in bar und Wertpapiere bzw. weitere Vermögenswerte in der Höhe von 220.000 Euro sichergestellt.

Hauptverdächtiger sitzt in Österreich in U-Haft
Die Bande - 24 Handlanger aus Österreich sowie Deutsche, Polen, Holländer, Kroaten, ein Bosnier und ein Serbe - ist gesprengt. Der Boss wurde in Bolivien verhaftet und ausgeliefert. Sein engster deutscher Komplize (35) ist noch flüchtig.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden