Sa, 25. November 2017

Traurige Gewissheit

30.07.2014 19:05

Nach Bootsunfall in NÖ: Vermisster tot aufgefunden

Nun ist es traurige Gewissheit: Ein 71 Jahre alter Mann, der am Samstag bei einem Bootsunfall auf der Donau in Niederösterreich verunglückt war und seither als vermisst galt, ist am Mittwochnachmittag tot aufgefunden worden. Das mit fünf Personen besetzte Sportboot war durch ein herannahendes Schiff zum Kentern gebracht worden. Vier Frauen konnten sich gerade noch ans Ufer retten, der 71-Jährige versank jedoch in den Fluten.

Das Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag bei Schönbühel im Bezirk Melk, als das Sportboot zwischen zwei größere Schiffe geraten sein dürfte, dann durch den starken Wellengang mit einem Frachtschiff kollidierte und in der Folge kenterte.

An Bord des Sportbootes befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks fünf Menschen – die Wachauer Ruderlegende Norbert K. sowie vier Frauen. Letztere konnten sich nach der Kollision allesamt ans Ufer retten und wurden leicht verletzt vor Ort versorgt. Der 71-jährige Steuermann allerdings wurde vom Wasser mitgerissen, abgetrieben und versank schließlich in den Fluten. Noch am selben Tag wurde eine groß angelegte Suchaktion nach dem Vermissten gestartet, die jedoch ergebnislos abgebrochen werden musste. Erst am Mittwoch wurde die Leiche des 71-Jährigen schließlich entdeckt.

Freund des Opfers erhebt schwere Vorwürfe
Nach dem dramatischen Zwischenfall wurden zudem schockierende Details rund um den Unfall auf der Donau bekannt. So erhob ein Freund des 71-Jährigen schwere Vorwürfe gegen einen der beteiligten Kapitäne: Dieser soll nach der Kollision "Fahrerflucht" begangen und sich nicht um den vom Sog mitgerissenen Pensionisten gekümmert haben. Auch kritisierte er, dass "die Besatzungen großer Schiffe ohne Rücksicht immer Vollgas fahren und es keine Regeln auf der Donau gibt. Außerdem ist Norbert von beiden Schiffen aus noch gesehen worden - und keiner hat geholfen."

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