Mi, 13. Dezember 2017

15. Antreten

25.07.2014 11:52

Emotionale Klagenfurt-Rückkehr für Doppler

Das bereits 15. Antreten beim Heimturnier ist für Clemens Doppler ein besonderes: Denn der erfolgreichste Beach-Volleyballer Österreichs hatte sich im Vorjahr zum bereits zweiten Mal am Klagenfurter Centrecourt einen Kreuzbandriss zugezogen. Nach monatelanger Rehabilitation und lediglich kurzer Vorbereitung gelang ihm mit Alexander Horst aber ein gelungener Wiedereinstieg, unter anderem mit EM-Bronze.

Doppler reist trotz der leidvollen Vorgeschichte unbeschwert zum Turnier an den Wörthersee. "Es ist kein Gefühl von Angst da oder ein mulmiges, aber es wird emotional und spannend. Es ist kein Gedanke dabei, wo ich mir sage, das taugt mir jetzt nicht so oder ich bin unsicher", betonte Oberösterreicher. Unsicherheiten könne er sich aber sowieso nicht leisten. "Das merkt auch der Gegner schnell und das blockiert dich selbst."

Doppler: "Es hat sich im Winter extrem gezogen"
Sein vom insgesamt bereits dritten Kreuzbandriss nach 2004 und 2006 betroffenes rechtes Knie zwicke glücklicherweise nur noch gelegentlich, aber das behindere ihn nicht funktionell in der Bewegung. Bis zur kompletten Genesung sei er aber auch auf eine harte Probe gestellt worden. "Es hat sich im Winter extrem gezogen, aber bei jeder von den drei Verletzungen hat es eine Woche gegeben, wo es dann "klick" gemacht hat und dann ist es extrem schnell weitergegangen", erzählte Doppler.

Die bisherige Comeback-Saison verlief mit der überraschenden EM-Medaille und einem Grand-Slam-Viertelfinalfinaleinzug als Höhepunkte überraschend erfolgreich. Diese Bilanz hätte er vor der Saison jederzeit "unterschrieben", so Doppler. Lediglich die zuletzt mehrfach knapp verlorenen Zwischenrundenspiele (17. Plätze) seien ein wenig ärgerlich, bemerkte der zweimalige Europameister (2003, 2007). Regelrecht "abgeschossen" habe man sie aber nur einmal beim ersten Turnier Ende April.

Horst: "Wir haben im Winter keine Vorbereitung gehabt"
Auch sein 31-jähriger Partner Horst bilanziert vor seinem neunten Klagenfurt-Auftritt positiv. "Natürlich würden wir immer gerne vorne sein, aber wenn wir das wären, müssten sich die anderen Teams fragen, was sie falsch gemacht haben. Wir haben im Winter keine Vorbereitung gehabt oder kaum. Wenn du trotzdem vorne mitspielst, könntest du ja jeden Winter Urlaub machen."

Siege gegen Top-Duos haben für neues Selbstvertrauen gesorgt. "Wir haben Teams geschlagen, das hätten wir uns vorher nicht zugetraut. Das waren keine Zufallssiege, sondern hohes Niveau, ohne wirkliche Vorbereitung ist das echt gut", stellte Doppler klar. Dennoch setzen sie ihre Erwartungen für das Heimspiel nicht zu hoch an, denn die nötige Konstanz und auch die 100-prozentige Fitness fehlten noch. Doppler will deshalb keine konkrete Vorgabe nennen. "Ich will es genießen."

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