Mo, 20. November 2017

Festnahme widersetzt

21.07.2014 15:05

Brutales Trio schlug und trat auf Polizisten ein

Gleich mehrere Polizisten sind bei einem Einsatz auf einem Fest im oberösterreichischen Hagenau schwer verletzt worden: Schon bei ihrer Ankunft wurden die Beamten von einem 28-Jährigen beschimpft und beleidigt. Als der Mann festgenommen werden sollte, kam es zum Eklat: Zwei weitere Männer mischten sich ein, es hagelte Faustschläge und Tritte gegen Kopf und Rücken der Beamten. Einer der Angreifer konnte überwältigt werden, die anderen beiden - darunter der 28-Jährige, dem schon Handschellen angelegt worden waren - gelang zunächst die Flucht.

Gegen 3.30 Uhr wurden die Polizisten alarmiert. Bei einer Veranstaltung in Hagenau, bei der Hunderte Gäste feierten, war es zu Unruhen gekommen. Wie hoch das Aggressionspotenzial der teils stark alkoholisierten Partybesucher bereits angestiegen war, mussten die Beamten nur wenige Sekunden nach ihrem Eintreffen am eigenen Leib verspüren: So wurden die Polizisten beim Aussteigen aus ihrem Dienstwagen von einem 28-Jährigen beschimpft und beleidigt. Trotz Abmahnung ließ sich der Mann nicht beruhigen - und so wurde er festgenommen.

29-jähriger Angreifer griff nach Dienstwaffe
Daraufhin wurde der 28-Jährige völlig rabiat: Er schlug und trat auf die Beamten ein - bis diese zum Pfefferspray griffen und den Mann damit abwehrten. Während die Gesetzeshüter dem Angreifer Handschellen anlegten, näherte sich von hinten ein 29-Jähriger. Der Mann attackierte die bereits vom ersten Angriff gezeichneten Beamten und versuchte dabei sogar die Dienstwaffe eines Polizisten zu ergreifen.

Mit vereinten Kräften - weitere Einsatzkräfte waren mittlerweile zur Verstärkung angerückt - gelang es den Polizisten den zweiten Angreifer unter Kontrolle zu bringen. Doch wiederum schlich sich ein 24-Jähriger unbemerkt heran und sprang einem der Beamten mit voller Wucht in den Rücken. Anschließend trat er dem Mann auch noch gegen den Kopf. Nach der brutalen Attacke flüchtete der jüngste Angreifer in einen angrenzenden Wald.

Vier Polizisten mit teils schweren Verletzungen im Spital
Währenddessen nutzte der mit Handschellen gefesselte 28-Jährige einen unbeobachteten Moment und machte sich ebenfalls aus dem Staub. Lediglich der älteste der drei Angreifer konnte abgeführt werden - jedoch nicht ohne sich erneut heftig zur Wehr zu setzen und weitere Polizisten zu verletzen. Vier der Polizisten mussten nach dem Einsatz mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus Braunau.

Am darauf folgenden Vormittag konnten die beiden flüchtigen Angreifer ausgeforscht werden. Die Verdächtigen wurden in einer Wohnung - trotz Gegenwehr und erneutem Fluchtversuch – festgenommen.

Handschellen mit Flex durchgeschnitten
Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 24-Jährige dem 28-Jährigen nach deren Flucht im Keller des Wohnhauses mit einer Flex die Handschellen durchgeschnitten hatte. Der Mann erlitt dabei Brandwunden an den Handgelenken. In der Wohnung fanden die Polizisten die durchtrennten Handfesseln am Wohnzimmertisch.

Die drei Tatverdächtigen wurden unter anderem wegen fahrlässiger Köperverletzungen und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt und in die Justizanstalt Ried im Innkreis eingeliefert.

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