Mo, 18. Dezember 2017

Kein Spannungsabfall

21.07.2014 14:57

Mercedes-Duell als Thriller bis zum Saisonfinale?

Im Formel-1-WM-Thriller zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton ist kein Spannungsabfall in Sicht. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff rechnet bis zum letzten Grand Prix dieser Formel-1-Saison mit einem hauchdünnen Titelduell. "Das Rennen zwischen beiden ist so eng, da wäre ich schon sehr überrascht, wenn es nicht auf Abu Dhabi mit den sehr berühmten doppelten Punkten hinausläuft", erklärte Wolff.

Mit dem Start-Ziel-Sieg Rosbergs am Sonntag in Hockenheim und der beeindruckenden Aufholjagd seines Teamkollegen Hamilton, der sich von Rang 20 auf Platz drei vorarbeitete, stellte Mercedes einmal mehr seine Dominanz unter Beweis. Mit 366 Zählern hat der Rennstall nach zehn Grand Prix schon mehr Punkte gesammelt als in der gesamten zurückliegenden Saison. Damals waren es 360.

Rosberg: "Eines der einfacheren Rennen"
Rosberg, der in der WM-Wertung nun 14 Zähler vor Hamilton liegt, freute sich vor der ersehnten Party in Budapest am kommenden Sonntag endlich einmal über "eines der einfacheren Rennen" und Hamilton sieht das Kopf-an-Kopf-Duell mit dem Mercedes-Teamkollegen vor seinem Wohlfühl-Grand-Prix in Ungarn ohnehin längst am Maximum.

"Ich kann mich nicht noch mehr fokussieren oder noch härter arbeiten, als ich es schon tue", räumte der Brite nach seiner spektakulären Sturmfahrt ein. "Diese Meisterschaft ist eine große Herausforderung für mich, aber genau so liebe ich es, und ich würde es nicht anders wollen." Hamilton gibt alles, "um im Titelkampf wieder auf Nicos Level zu gelangen".

Durchschnaufen ist nicht angesagt
Das Maß der Dinge ist derzeit Rosberg. Vierter Saisonsieg, bis auf einen Ausfall immer auf Rang eins oder zwei nach Rennende - Durchschnaufen ist auf dem Weg zum erhofften WM-Titel zwar noch lange nicht angesagt. Doch der Hockenheim-Triumph tat dem 29-Jährigen vor allem deshalb gut, weil er scheinbar mühelos zustande kam. "Das war eines der einfacheren Rennen", konstatierte Rosberg, "aber das ist eben auch mal so, nachdem ich so viele Rennen hatte, in denen mir mein Teamkollege im Getriebe hing".

Hamilton will wieder den Perspektivwechsel, ab Ungarn soll wieder Rosberg die Rückseite seines Silberpfeils sehen. Viermal gewann der 29-Jährige schon auf dem Hungaroring, bei den vergangenen beiden Auflagen raste er jeweils auf die Pole und verspritzte dann auch den Sieger-Champagner. "Es ist keine leichte Saison für mich, so wie sie die meiste Zeit für denjenigen ist, gegen den ich fahre", sagte Hamilton. "Ich will es aber auch gar nicht einfach haben."

Wolff ist von der Zuverlässigkeit Rosbergs in diesem Jahr immer wieder beeindruckt. "Er liefert einfach und ist so konzentriert. Immer wenn man sagt, der Nico hat das Momentum verloren, kommt er mit dem allergrößten Momentum zurück", lobte der Motorsportchef. "Er zählt für mich mittlerweile zu den ganz Großen."

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