Di, 12. Dezember 2017

Kann weiter urlauben

18.07.2014 15:56

Lungenentzündung auskuriert: Grasser wieder gesund

Karl-Heinz Grassers Lungenentzündung, diagnostiziert von einem italienischen Kinderarzt, hat zuletzt Reaktionen von Empörung und Stirnrunzeln bis Belustigung hervorgerufen. Eine Woche nachdem der Ex-Finanzminister aufgrund seiner Erkrankung einen Gerichtstermin platzen lassen hatte, teilte die Kanzlei seines Anwalts Dieter Böhmdorfer mit, dass der prominente Klient wieder gesund sei. Das Attest stamme diesmal von einem Facharzt aus Neapel.

Grasser hätte am Montag dieser Woche als Zeuge in einem von ihm angestrengten Zivilprozess gegen seinen ehemaligen Steuerberater Peter Haunold und die Agentur Deloitte aussagen sollen, meldete sich aber am Freitag zuvor krank. Der Ex-Minister wirft Haunold und Deloitte eine steuerliche Fehlberatung vor, die den 45-Jährigen nun Millionen Euro an Nachforderungen durch die Finanz kosten könnten.

Keine Lungengeräusche mehr
In den vergangenen Tagen tauchten etliche Bilder auf, die den angeblich kranken Grasser in Sommerkleidung auf Capri urlaubend zeigen. Nun darf er sich zumindest in seiner Kleiderwahl und Freizeitbetätigung wieder austoben, ohne dabei in Verdacht zu geraten, einen Prozess zu schwänzen: "Nach neun Tagen Antibiotikaeinnahme ist er wieder gesund geschrieben worden. Es sind keine Lungengeräusche mehr zu hören", so Rechtsanwalt Rüdiger Schender von der Kanzlei Böhmdorfer.

Dem Vernehmen nach soll aber der Strafverteidiger von Grasser, Manfred Ainedter, im Vorfeld versucht haben, das Zivilverfahren zu verschieben. Prozessbeobachter vermuten dahinter den Versuch, möglicherweise belastende Aussagen von Haunold und Deloitte vor einem Strafprozess zu vermeiden. Im Strafprozess wurde Haunold nicht von seiner Verschwiegenheitspflicht entbunden, während er im Zivilprozess alles auf den Tisch legen darf - und das auch tun werde, wie er bereits angekündigt hat.

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