Sa, 25. November 2017

Sparmaßnahmen

18.07.2014 15:50

Microsoft streicht Nokia X und Xbox-Videostudio

Den Stellenstreichungen bei Microsoft fallen auch eine Handyreihe von Nokia und die Videoproduktion für die Spielekonsole Xbox zum Opfer. Im Zuge der Kündigungen wird die Smartphone-Reihe Nokia X eingestellt.

Die bestehenden Geräte sollen weiter verkauft werden, erklärte Microsoft-Gerätechef Stephen Elop in einer Nachricht an die Mitarbeiter. Doch es sollen keine neuen Handys der Reihe auf den Markt gebracht werden.

Nokias Gerätesparte gehört seit April 2014 zu Microsoft, damit kehrte auch der damalige Nokia-Chef Elop als Manager zu Microsoft zurück. Nun sollen dort 12.500 Stellen gestrichen werden, konzernweit will Microsoft 18.000 Jobs einsparen (siehe Infobox).

Nokia X läuft mit Android
Nokia X läuft auf Basis des Betriebssystems Android, allerdings in einer eigenen Variante ohne Dienste von Google. Die meisten Nokia-Geräte, wie die Lumia-Reihe, benutzen dagegen schon seit Jahren das Microsoft-System Windows Phone. Einige geplante Nokia-X-Geräte sollen auf Basis von Windows Phone weiterentwickelt werden, kündigte Elop an.

"Microsoft wird nun alle Ressourcen auf Lumia fokussieren", sagte Gartner-Analystin Annette Zimmermann. Das Unternehmen will günstigere Smartphones herstellen, um seinen darbenden Marktanteil aufzupäppeln. "Wir erwarten, dass Microsoft bis spätestens Ende 2014 ein Lumia für ca. 100 Dollar verkaufen wird", sagte Zimmermann.

Für Microsoft hängt viel am Erfolg im Smartphone-Markt. Könne die Firma dort nicht erfolgreich sein, "werden sie das generelle Geräte-Business verlieren, denn das Smartphone ist das Gerät, das am meisten zählt", so Zimmermanns Einschätzung.

Xbox-Videostudio wird geschlossen
Auch das Xbox Entertainment Studio soll geschlossen werden, berichtete das gewöhnlich gut informierte Technologie-Blog Recode. Das Studio war gestartet worden, um Unterhaltungsvideos exklusiv für die Spielekonsole Xbox produzieren.

Die Xbox selbst soll wichtiger Teil der Microsoft-Strategie bleiben, kündigte CEO Satya Nadella am Donnerstag in seiner Nachricht an die Mitarbeiter an.

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