Mo, 20. November 2017

Ein Mann in Haft

17.07.2014 13:01

Überfall auf Grazer Bank nach vier Jahren geklärt

Ein fast vier Jahre zurückliegender Überfall auf eine Grazer Bank ist offenbar geklärt: Ein 33-jähriger Bosnier soll die Tat am 28. Oktober 2010 verübt haben. Gegen ihn besteht ein internationaler Haftbefehl, ein Landsmann des mutmaßlichen Räubers, der das Fluchtfahrzeug gelenkt haben soll, ist in Haft. Ihm wird auch Drogenhandel angelastet.

Zum Zeitpunkt des Überfalls - es war Weltsparwoche - befanden sich rund 20 Kunden und Angestellte in der Filiale der Steiermärkischen Sparkasse in der St. Peter Hauptstraße. Der Haupttäter hatte eine Pistole in der Hand und verlangte auf Englisch Geld. Als keiner der Bankmitarbeiter der Aufforderung nachkam, bediente sich der maskierte Räuber selbst. Mit der Beute im Rucksack dürfte sich der Mann dann in ein Taxi gesetzt haben, das von seinem um zwei Jahre jüngeren Landsmann gefahren wurde, so die Ermittler.

Komplize seit Februar in Haft
Nachforschungen im Suchtgiftmilieu brachten die Polizei im Herbst 2013 auf die Spur der beiden Verdächtigen. Eine 29-jährige Bekannte belastete die Bosnier schwer. Der 31-jährige mutmaßliche Komplize wurde im Februar festgenommen. Er schweige aber zu den Vorwürfen, sagten die Ermittler. Der 33-jährige Räuber befindet sich noch immer auf der Flucht, gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl vor.

Die Aussagen der 29-Jährigen führten die Polizei im Bereich Steinberg in Graz zu einer vergrabenen Pistole. Dabei handle es sich zwar nicht um die Tatwaffe, der 31-Jährige soll aber eine gleichartige Pistole der Marke "Zastava" besitzen. Außerdem wird der Mann mit einem größeren Drogenhandel in Zusammenhang gebracht: Er soll seit Sommer 2011 zumindest 1,3 Kilogramm Kokain nach Österreich gebracht und verkauft haben - vor allem im Rotlichtmilieu.

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