Do, 19. Oktober 2017

Wollte Vormundschaft

11.07.2014 07:59

Gina Lollobrigida siegt im Rechtsstreit gegen Sohn

Die italienische Schauspielerin Gina Lollobrigida hat den Rechtsstreit gegen ihren einzigen Sohn, Andrea Milco Skofic, gewonnen. Der Sprössling aus ihrer ersten Ehe wollte die 86-jährige Diva unter Vormundschaft stellen, scheiterte jedoch mit seinem Antrag bei einem Gericht in Rom.

Seine Mutter sei von jüngeren Männern umringt, die auf eine Erbschaft abzielen, hatte Skofic nach Angaben italienischer Medien geklagt. Der Sohn bemängelte, dass er die Schauspielerin seit zwei Jahren nicht getroffen habe. Er könne sich nicht einmal mehr telefonisch mit seiner Mutter in Verbindung setzen. Lollobrigida sei von Personen umringt, die ihre Erbschaft einstecken wollten.

Das römische Gericht sah die Lage anders. Es bestehe keinerlei Grund, die Schauspielerin unter Vormundschaft zu stellen, da sie autonom und zurechnungsfähig sei. "Ich hätte lieber nie einen derartigen Rechtsstreit gewinnen wollen. Ich habe in meinem Leben stets meinem Sohn geholfen. Ich war sprachlos, als ich von seiner schrecklichen Initiative erfahren habe", betonte die Diva laut der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

Sohn werde von falschen Freunden beeinflusst
"Mein Sohn ist nicht stark wie ich, er hat leider nicht meinen Charakter geerbt. Er ist von Personen umringt, die ihn beeinflusst haben. Er hat in seinem Leben nie gearbeitet. Wir Italiener tendieren dazu, unsere Kinder zu sehr zu verwöhnen, und das ist schädlich", sagte Lollobrigida.

Obwohl der letzte ihrer mehr als 60 Filme bereits 20 Jahre zurückliegt, gilt Gina Lollobrigida als ein Symbol Italiens. Sie war in den 1950er- und 1960er-Jahren einer der beliebtesten Filmstars. Mit Sofia Loren gehört sie zu den wenigen italienischen Stars, die auch in Hollywood Karriere machten und in den USA bekannt sind. Sie zählte zu den schönsten Frauen der Welt. Nach der Schauspielerei begann sie in den 1980er-Jahren eine Karriere als Fotografin und Bildhauerin.

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