Mo, 18. Dezember 2017

Was geschah genau?

06.07.2014 18:22

Räuber erschossen: Polizisten stundenlang verhört

Verhörmarathon am Sonntag auf einer Polizeiinspektion in Niederösterreich: Bis ins kleinste Detail mussten die vorgeladenen Polizisten schildern, was sich wie nach dem Tankstellenüberfall und der Verfolgungsjagd Donnerstagnacht in Neunkirchen abgespielt hat. Wie berichtet, wurde der flüchtige Täter Martin K. von mehreren aus Dienstwaffen abgegebenen Schüssen getötet.

Unter strengster Geheimhaltung wurden die Beamten stundenlang befragt. Die "Krone" erfuhr dennoch aus Ermittlerkreisen erste Details darüber, wie sich die Ereignisse laut Beamten in jener Nacht abgespielt haben sollen:

  • 22 Uhr: Martin K. überfällt eine Tankstelle in Wiener Neustadt, flüchtet.
  • 22.05 Uhr: Funkspruch der Polizei-Leitstelle: "Täter nach Tankstellenraub in Ford-Kombi auf der Flucht. Achtung: Bewaffnet!" Mehrere Streifen nehmen die Verfolgung auf - im Höllentempo rast der Verdächtige über die Bundesstraße.
  • 22.25 Uhr: In Neunkirchen setzt sich ein Polizeiwagen vor das Fluchtauto, eines hält neben der Fahrertür, weitere Blaulichtwagen verstellen den Fluchtweg nach hinten.
  • 22.26 Uhr: Eine Beamtin (49) steigt aus, geht zur Beifahrertür und schreit "Hände hoch". Da soll der Verdächtige eine Waffe gezogen haben. Die erfahrene Polizistin feuert einmal in das Fahrzeug und geht in Deckung. Als sie wieder hervorkommt, steht Martin K. plötzlich vor ihr - mit der Softgun im Anschlag zielt er auf die Beamtin und drückt ab. Die Polizistin sowie weitere zwei Kollegen geben zwölf Schüsse auf Martin K. ab. Neun Projektile treffen, drei davon tödlich - die ersten Kugeln konnten den Verdächtigen laut Aussagen der Beteiligten nicht stoppen.
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