Mi, 13. Dezember 2017

2015 Geschichte?

01.07.2014 09:26

Ab sofort niedrigere Roaming-Preise in der EU

Die Roaming-Preise in der EU, die seit 2007 um bis zu 90 Prozent gefallen sind, sind ab sofort erneut deutlich niedriger. Und sie sollen weiter sinken, wie die für die Digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes mitteilte. Sie hoffe, dass bis Jahresende eine Einigung über die vollständige Abschaffung der Roaming-Aufschläge erzielt werden kann.

Mit Stichtag 1. Juli gelten neue gesetzliche Obergrenzen - zum achten Mal seit 2007. Ein Anruf aus dem EU-Ausland kostet damit ab sofort maximal 19 statt bisher 24 Cent pro Minute plus Mehrwertsteuer. Eingehende Anrufe haben sich um 28,5 Prozent von sieben auf fünf Cent pro Minute verbilligt, und die Kosten für den SMS-Versand sind um 25 Prozent von acht auf sechs Cent gesunken.

Auch das Surfen im Ausland wurde billiger: Die Anbieter dürfen ab sofort maximal 20 Cent vor Steuern (statt 45 Cent) pro Megabyte Datenvolumen verlangen. Erst seit Sommer 2012 gibt es solche Grenzen, vorher zahlte ein Nutzer oft bis zu vier Euro. Ein Megabyte entspricht 100 Mails ohne Anhang, knapp einer Stunde Internet-Surfen oder einer Minute Musik-Download im MP3-Format.

Roaming Ende 2015 wohl endlich Geschichte
Am 15. Dezember 2015 soll mit dem Roaming dann endgültig Schluss sein. Kroes sagt: "Ich bin zuversichtlich, dass diese Gebühren vor Weihnachten 2015 für immer wegfallen werden." Sie hatte zunächst Sommer 2016 vorgeschlagen, doch das Europaparlament forderte den früheren Termin. Nun müssen sich die EU-Staaten noch einigen - was Kroes bis zum Jahresende erwartet. Die neuen Roaming-Regeln gelten dann freilich nur innerhalb der EU, nicht aber in Drittstaaten.

Das Wort Roaming stammt aus dem Englischen und bedeutet "umherwandern": Wenn ein Verbraucher im EU-Ausland telefoniert, wandert er in ausländischen Mobilfunknetzen umher. Für die Weiterleitung von Gesprächen und Daten verlangen die Anbieter Roaming-Gebühren. Noch 2012 machten sie damit fünf Milliarden Euro Umsatz.

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