Mo, 20. November 2017

Verbot ignoriert

30.06.2014 09:17

Streuner-Tötungen in Rumänien ab sofort illegal

Nach dem Gesetz ist der Gerichtsbeschluss mit sofortiger Wirkung rechtsverbindlich: Streunerhunde-Tötungen in Rumänien sind seit dem 20. Juni illegal. Dennoch setzt die Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA ihre grausamen Praktiken offenbar widerrechtlich fort.

ASPA-Chef Razvan Bancescu erklärte auf einer Pressekonferenz, die ASPA werde weiterhin Hunde töten, bis das Gericht seine Entscheidung begründet habe. "Derzeit sind die ASPA-Aktivitäten nicht beeinträchtigt, und das Streunerhunde-Management-Programm wird weiterlaufen", sagte Bancescu. Außerdem erklärte er, die ASPA habe während des neunmonatigen Programms in Bukarest 25.000 Hunde gefangen, von denen etwa 10.000 getötet worden seien.

"ASPA muss sich an Beschluss halten"
Tierschützer fordern das sofortige Ende der Streunerhunde-Tötungen. "Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die ASPA und alle Stadtverwaltungen sich an den Beschluss halten müssen", sagt Gabriel Paun, Kampagnendirektor bei den "Vier Pfoten". "Andernfalls ist das ein Missbrauch, und gegen die involvierten Personen können Strafverfahren eingeleitet werden, weil sie sich dem Gerichtsbeschluss widersetzen und illegal öffentliche Gelder ausgeben."

Bislang Tausende Streuner getötet
Das Tötungsgesetz war Ende 2013 in Kraft getreten, nachdem einen Monat zuvor bei einem tragischen Vorfall ein kleiner Bub von Streunerhunden tödlich verletzt worden war. Viele Tausend Streunerhunde wurden seitdem von verschiedenen Stadtverwaltungen, inklusive Bukarest, getötet.

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