Mi, 22. November 2017

Photoshop-Experiment

27.06.2014 09:59

Frau ließ sich in 25 Ländern photoshoppen

Wohl kaum eine Software zeichnet so sehr für unser gängiges Schönheitsideal verantwortlich wie Photoshop. Mithilfe der Bildbearbeitung werden täglich weltweit Abertausende Aufnahmen und Werbebilder geschönt und damit verfälscht. Doch Schönheit ist relativ und wird von Land zu Land unterschiedlich definiert, wie die Journalistin Esther Honig in ihrem Photoshop-Experiment "Before & After" zeigt.

In den USA sei Photoshop zum Symbol für ein unerreichbares Schönheitsideal geworden, schreibt Honig auf ihrer Website. Doch dieses Ideal variiert je nach Kultur – wie sehr, das wollte die Journalistin in ihrem Vorher/Nachher-Experiment genauer untersuchen. Die junge Frau ließ sich dafür ungeschminkt fotografieren und das ungeschönte Bild anschließend über die Plattform "Fiverr" von rund 40 "Photoshoppern" in über 25 Ländern rund um den Globus bearbeiten.

Die simple Aufgabe für die mal mehr, mal weniger professionellen Retuscheure: "Mach mich schön!" Die fertig bearbeiteten Aufnahmen zeigen jedoch, dass die Meinungen darüber, was eigentlich schön ist, je nach Land und Kulturkreis ganz unterschiedlich auffallen. Die Bilder seien "jeweils auf ihre eigene Art faszinierend und aufschlussreich", schreibt Honig. Jedes spiegle sowohl die persönlichen als auch kulturellen Konzepte von Schönheit ihres Schöpfers wider.

"Photoshop ermöglicht es uns, unser unerreichbares Schönheitsideal zu erreichen, aber wenn wir dieses Ideal auf globaler Ebene vergleichen, bleibt dessen Erreichung trügerisch", fasst Honig zusammen.

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