Mo, 18. Dezember 2017

Beim Roten Kreuz

24.06.2014 16:10

Siebenfache Frauenpower für die Suchhundestaffel

Da soll noch einmal jemand sagen, Frauen werden benachteiligt. 65 Herrchen und Frauchen matchten sich Ende Mai um den großen Einzug ins tierische Finale "Österreichs next Spürnase". Jetzt steht fest, wer das Casting für sich entscheiden konnte - nämlich sieben Frauen und ihre Vierbeiner, die sich allesamt einem Ziel verschrieben haben: Menschenleben retten.

"Nein", lacht die Sprecherin des Wiener Roten Kreuzes. "Das hat nichts mit einem Genderwahn zu tun. Sie haben ganz einfach ihr Bestes gegeben und das Rennen gemacht." Thomas Wanasek hat dem nichts hinzuzufügen, denn der Leiter der Suchhundestaffel hat immerhin nur eines im Sinn: die bestmögliche Tier-Mensch-Mannschaften für heikle Rettungseinsätze auszubilden und zu leiten. Weibliche Züge sind da fehl am Platz.

"Ich sag' es jetzt einmal sehr böse", meint Wanasek und will freilich nicht der Männerwelt in den Rücken fallen: "Die Rettungshundearbeit bedeutet einen irren Einsatz - psychisch und physisch. Der Job hat nichts mit Ruhe und Ehre zu tun. Hierfür braucht man einen langen Atem."

Jeden Sonntag müssen Hund und Frauchen zum Intensivtraining, zusätzlich gibt es verpflichtende, wöchentliche Abendkurse. Doch zum richtigen Einsatz berechtigt das noch lange nicht. Der Weg dorthin ist lang: Mindestens zweieinhalb Jahre dauert es, bis die neuen Teams zum ersten Mal rausgeschickt werden. "Action erwartet sie aber auch dann nicht", so Wanasek. "Ruhe bewahren, mit dem Frauchen eingespielt agieren - das ist unsere Devise."

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