Sa, 18. November 2017

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17.06.2014 13:05

Kärntner Ermittler sprengen Cannabis-Drogenring

Cannabis soll ein Drogenring in Kärnten, Slowenien und Kroatien in großem Stil produziert und verkauft haben. 13 Verdächtige, davon drei in Kärnten, haben Ermittler festgenommen. In Slowenien wurden bei über 50 Hausdurchsuchungen 31 Indoor-Plantagen gefunden, 1.500 Pflanzen und 40 Kilogramm fertiges Cannabis sichergestellt.

Ihren Ausgang haben die Ermittlungen im Kärntner Bezirk Wolfsberg genommen. Die dortige Suchtgiftgruppe war einem 41-jährigen Deutschen, polnischer Herkunft, der im Bezirk wohnt, und einem 32-jährigen Slowenen, der im Lavanttal arbeitet, auf die Spur gekommen. Mit dem Verdacht, es könnte sich "um eine größere Nummer" handeln, wandte man sich ans Landeskriminalamt, dann liefen die grenzüberschreitenden Ermittlungen an.

Drogen im Wert von 150.000 Euro importiert
Zumindest 9,5 Kilogramm Cannabis, 200 Gramm Amphetamine, 200 Tabletten Ecstasy und 170 Gramm Kokain - Drogen im Straßenverkaufswert von bis zu 150.000 Euro - soll der Slowene unter Mitwirkung seiner aus der Ukraine stammenden Ehefrau nach Österreich importiert haben. Er verkaufte es vor allem an den Deutschen und einen 34-jährigen Tunesier.

Bei der Geburtstagsparty des Deutschen Ende November 2013 schlug die Polizei mit Unterstützung der Cobra zu. Gefunden wurden zwar nur 50 Gramm Cannabis, dennoch klickten für das Geburtstagskind und den Slowenen die Handschellen. Im Februar wurde dann der Tunesier festgenommen. Alle drei Männer wurden mittlerweile rechtskräftig zu Haftstrafen zwischen zwei und drei Jahren verurteilt.

130 Konsumenten in Kärnten angezeigt
130 Konsumenten im Raum Lavanttal, die das Suchtgift direkt oder indirekt über den Deutschen bezogen hatten, wurden angezeigt. In Slowenien wurden in der Causa 47 Personen angezeigt und zwei Hanfshops geschlossen. In Kroatien wurden bei weiteren zwei Hausdurchsuchungen 3,7 Kilogramm Cannabis, 50 Pflanzen und fünf Gewehre gefunden.

Mit der Veröffentlichung der Ermittlungen habe man zuwarten müssen, um die Arbeit der slowenischen Kollegen nicht zu gefährden, sagte LKA-Leiter Gottlieb Türk.

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