Do, 23. November 2017

148 Jobs weg

13.06.2014 12:37

mcworld/mcshark mit 13,5 Mio. Euro insolvent

Der Welser Apple-Händler mcworld/mcshark ist mit 13,5 Millionen Euro Schulden insolvent. Das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung betrifft 148 Arbeitnehmer, den 133 Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten. Das Geschäft soll in Teilen weitergeführt werden, dafür wären für die nächsten Wochen noch ausreichend Mittel vorhanden, berichten der AKV und die Creditreform. Es ist heuer die bereits dritte Insolvenz eines großen Elektronikhändlers - zuletzt traf es auch bereits DiTech und Köck.

Gleich drei namhafte Elektronikhändler sind in den vergangenen Monaten in die Pleite geschlittert. Den Anfang machte der Wiener PC-Händler DiTech mit 522 Gläubigern und fast 37 Millionen Euro Schulden. Der ehemalige Vorzeigebetrieb wird nun teilweise vom Mitbewerber e-tec weiter geführt, den Gläubigern droht der Totalausfall.

Am Freitag kam dann auch noch das Aus für den Traditionsbetrieb Köck und den Apple-Händler mcworld/mcshark - wobei zumindest Köck eine Sanierung in Eigenverwaltung durchführen kann. Von der Köck-Insolvenz sind 110 Gläubiger und 57 Beschäftigte betroffen, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 4,6 Millionen Euro. Köck betreibt insgesamt sechs Filialen in Wien, Wiener Neustadt und Oberwart.

Sowohl bei DiTech als auch bei mcworld/mcshark war nach Eigenangabe die rasche Expansion der Grund für die Pleite. mcworld/mcshark sitzt auf Schulden von 13,5 Millionen Euro.

mcworld/mcshark-Insolvenz trifft auch die Steuerzahler
Zum Handkuss kommt bei der mcworld/mcshark-Insolvenz auch der Steuerzahler, denn der staatliche aws Mittelstandsfonds ist mit 30 Prozent an dem Händler beteiligt. Der mit insgesamt 80 Millionen Euro dotierte Fonds beteiligt sich an mittelständischen Unternehmen, ohne sich dabei in deren Tagesgeschäft einzumischen, heißt es auf dessen Homepage.

Der Fonds unterstütze die Firmen "zudem durch ein breites Spektrum an Beratungsleistungen. So stellt er Kontaktnetzwerke, Marktexpertise und Förderungs-Know-how zur Verfügung", so die Eigendefinition.

Als Grund für die mcworld/mcshark-Insolvenz werden die hohen Übernahme- und Transaktionskosten beim Kauf der größeren mcshark durch die kleinere mcworld angegeben. Zuletzt war noch spekuliert worden, die HAAI Telekommunikations GmbH wolle den Apple-Händler übernehmen.

Schlechte Beratung als Insolvenzgrund?
Die Gründe für die Insolvenz bei mcworld/mcshark scheinen also die gleichen wie bei DiTech zu sein. Das Unternehmen dürfte sich bei der Expansion schlicht verspekuliert zu haben.

In diversen Internetforen wird aber noch ein weiterer Grund genannt: Durch das rasche Wachstum von DiTech sei es nicht mehr möglich gewesen, die Beratungsqualität, für die DiTech bekannt war, aufrecht zu erhalten. Bei mcworld/mcshark wiederum wurde kritisiert, dass den Verkäufern der Kult rund um Apple etwas zu Kopf gestiegen sei.

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