So, 17. Dezember 2017

Im April geboren

10.06.2014 11:01

Süße Präriehunde erobern Bau im Zoo Schönbrunn

Auf den ersten Blick könnte man sie mit Murmeltieren verwechseln: Schwarzschwanz-Präriehunde sind allerdings in Nordamerika heimisch und mit etwa 30 Zentimetern halb so groß und auch viel schlanker als unsere Alpenbewohner. Bereits Mitte April gab es im Zoo Schönbrunn vierfachen Nachwuchs bei diesen Tieren. "Jetzt knabbern sie schon Pflanzen", berichtete Direktorin Dagmar Schratter am Dienstag.

"Bei der Geburt wiegen Präriehunde nur etwa 15 Gramm, sind noch nackt, blind und taub. Knapp zwei Monate lang werden sie von ihrer Mutter gesäugt", berichtete Schratter. Nun unternehmen die kleinen Nager im Tiergarten Schönbrunn ihre ersten Ausflüge aus dem Bau.

Präriehunde warnen Kolonie mit bellendem Ruf
Präriehunde leben sehr gesellig in Familienverbänden, die sich zu riesigen Kolonien zusammenschließen können. Sie pflegen sich gegenseitig das Fell, spielen miteinander und betreuen die Jungtiere gemeinsam. Präriehunde gehören zu den Erdhörnchen und sind somit mit den Murmeltieren und Zieseln verwandt. Im Gegensatz zu diesen pfeifen Präriehunde aber nicht, um ihre Kolonie vor einem Feind zu warnen, sondern stoßen einen bellenden Ruf aus. Daher stammt auch ihr Name.

Präriehunde sind bekannt für ihre unterirdischen Bauten. Hier finden sie in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Zuflucht vor Greifvögeln, Füchsen und Kojoten und im Winter Schutz vor Schnee und Kälte. Sie fressen vor allem Gräser und Kräuter.

"Rasenmäher der Prärie"
Als sogenannte Rasenmäher der Prärie haben diese Nagetiere eine wichtige Funktion, denn sie pflegen das Landschaftsbild. Leider wurden sie lange als Schädlinge für die Landwirtschaft gesehen und getötet. Heute bewohnen sie nur noch schätzungsweise zwei Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes, erläuterte der Zoo.

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