Di, 21. November 2017

Straßenstrich in Sbg

07.06.2014 11:14

Beamtin: „Immer wieder sind Schwangere dabei“

Die Frauenhändler geben nicht auf, obwohl Polizei und Magistrat im Salzburger Schallmoos regelmäßig Kontrollen auf dem Straßenstrich durchführen. Und immer wieder erwischen sie auch schwangere Frauen, die auf den Straßen ihre Dienste anbieten. Alleine in diesem Jahr wurden bereits 107 Prostituierte gefasst.

Nachdem bereits in der Nacht zum Donnerstag die Polizei Kontrollen wegen illegaler Prostitution in Salzburg durchführte, verstärkte der Magistrat in der Nacht zum Freitag noch einmal die Razzien in der Vogelweiderstraße und den angrenzenden Nebengassen, sowie auch in der Münchner Bundesstraße. Dabei erwischten die Mitarbeiter in Schallmoos erneut eine Frau, die schwanger ist.

Die Prostituierte wurde von der Polizei in das Strafamt der Landespolizeidirektion gebracht. Sie bekommt eine Anzeige nach dem Landessicherheits-, Aids- und dem Geschlechtskrankheiten-Gesetz.

2014 bereits Hunderte Strafbescheide ausgestellt
Seit November 2012 führte das Amt für öffentliche Ordnung bereits 32 Kontrollen durch und hielt 268 Prostituierte an. 861 Anzeigen wurden erstattet. 2014 wurden bereits 107 Prostituierte erwischt und 327 Strafbescheide ausgestellt.

Doch das bremst die Menschenhändler nicht. In der Früh setzen sie Bettler an den Standorten in der Stadt aus, am Abend die aus dem Osten verschleppten Frauen. Ein Polizist: "Die Bettler erregen mehr Aufsehen, doch das Schicksal der schwangeren Prostituierten ist teilweise noch ärger!"

Beamtin: "Immer wieder sind sichtlich Schwangere dabei"
Sabine R. vom Magistrat war von Anfang an bei den Kontrollen dabei. "Wir gehen immer zu zweit, ein Mann und eine Frau, auf die Prostituierten zu. Das ist sehr wichtig. Gerade als Frau hat man ein anderes Einfühlungsvermögen. Wir versuchen die Damen dann aufzuklären, was für Möglichkeiten es für sie gibt, wir beraten sie sachlich und versuchen keine Emotionen aufkommen zu lassen", schildert sie.

Nahegehen der Beamtin die Einsätze aber trotzdem: "Das Tragische ist ja, dass immer wieder auch sichtlich schwangere Frauen dabei sind. Wir sprechen dann aber auch im Büro über die Einsätze, damit wir die Bilder verarbeiten."

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