Fr, 24. November 2017

„Samsung Z“

02.06.2014 10:18

Samsung enthüllt erstes Smartphone mit Tizen

Samsung macht sich ein Stück unabhängiger von Googles Android: Der Smartphone-Marktführer stellte am Montag mit dem Samsung Z sein erstes Smartphone mit dem alternativen Betriebssystem Tizen vor, das schon in den neuen Galaxy-Gear-Computeruhren des Konzerns steckt. Erhältlich sein soll es ab dem dritten Quartal dieses Jahres.

Das Samsung Z verfügt über ein 4,8 Zoll großes und mit 1.280 x 720 Pixeln (305 ppi) auflösendes Super-AMOLED-Display und wird von einem Vierkernprozessor angetrieben, der mit 2,3 Gigahertz taktet. Ihm zur Seite gestellt sind zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Der interne Speicher beträgt 16 Gigabyte, lässt sich mittels microSD-Karten jedoch erweitern. Wie das auf Android basierende Smartphone-Flaggschiff Galaxy S5 ist das Samsung Z mit einem Fingerabdruckscanner und einem Pulsmesser ausgestattet.

Vorsichtiger Marktstart
Samsung plant einen vorsichtigen Marktstart für das neue Smartphone. Zunächst wurde lediglich der Verkauf in Russland ab dem dritten Quartal angekündigt. Einen Preis nannte der Hersteller vorerst nicht. Ein Problem dürfte wie bei jedem neuen Betriebssystem das zunächst schmale Angebot an Apps werden. Für Android und Apples iOS gibt es Hunderttausende Anwendungen, mit denen das neue System konkurrieren muss.

Alternative zu Android
Samsung hatte schon lange an einem eigenen Mobiltelefon mit Tizen gearbeitet, die Vorstellung verzögerte sich jedoch mehrfach. Rund jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone kommt inzwischen von den Südkoreanern. Branchenexperten spekulieren schon lange, Samsung könnte versuchen, dieses Potenzial für den Aufbau eines eigenen Software-Ökosystems als Alternative zu Android zu nutzen.

Google spielte diese Möglichkeit bisher herunter. An der langfristigen Partnerschaft mit Samsung ändere sich nichts, betonte etwa Android-Chef Sundar Pichai im Februar. Damals hatte Samsung gerade seine Datenuhr mit dem Tizen-System vorgestellt. "Wir sind zwei große Unternehmen, die bei Hunderten Projekten eng zusammenarbeiten. Und hier geht es nur um ein Gerät", sagte Pichai.

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