Mo, 20. November 2017

Sieg vor Hamilton

25.05.2014 15:53

Rosberg nach Triumph in Monaco WM-Leader

Die Formel-1-Weltmeisterschaft 2014 ist weiter fest in der Hand von Mercedes. Vorjahressieger Nico Rosberg übernahm am Sonntag mit einem neuerlichen Monaco-Triumph vor Lewis Hamilton die WM-Führung. Mercedes hat damit alle sechs Rennen in dieser Saison gewonnen und den fünften Doppelsieg in Folge gefeiert. Daniel Ricciardo holte nach einer begeisternden Fahrt Platz drei für Red Bull.

Es war vor den Augen von Fußballstar David Alaba und Kitzbühel-Sieger Hannes Reichelt ein kleiner Trost für das österreichische Weltmeisterteam, nachdem Sebastian Vettel schon in der Anfangsphase mit Defekt ausgefallen war. Der Vierfach-Champion stieß zwar beim Start auf Platz drei vor, musste wegen fehlender Leistung seines Boliden aber früh an die Box.

Der RB10 wurde dort aus- und wieder eingeschaltet, nach einer weiteren Runde als "fahrendes Hindernis" gab der frustrierte Deutsche aber endgültig auf. Zwei Wochen vor Kanada und vier Wochen vor dem "Heimrennen" in Spielberg liegt der Titelverteidiger damit schon 77 Zähler hinter dem führenden Rosberg nur noch auf Platz sechs. "Es ist frustrierend", sagte Vettel (siehe Infobox).

Zu hoher Benzinverbrauch bei Rosberg
Die Mercedes von Rosberg und Hamilton hingegen liefen - fast - wie am Schnürchen. Nur zu hoher Benzinverbrauch auf dem kürzesten und langsamsten WM-Kurs brachte den erneuten Triumph Rosbergs in Gefahr. Mit dem Gebrauch höherer Gänge meisterte der Deutsche aber auch dieses Problem. Einen Tag, nachdem er mit einem umstrittenen Verbremser die in Monaco so wichtige "Pole" abgesichert hatte, ließ der deutsche Wahl-Monegasse seinen zweiten Monaco-Triumph in Serie folgen.

Hamilton im "Blindflug"
Der erwartete Attacke des über die Samstag-Ereignisse erzürnten Hamilton blieb freilich aus. Gestritten wurde nur am Funk, vor allem nach einem sehr engen Manöver Rosbergs beim gleichzeitigen Reifenwechsel. Im Finish bekam Hamilton auch noch einen Fremdkörper ins linke Auge. In den letzten fünf Runden musste er deshalb alles geben, um den furios aufholenden Ricciardo hinter sich zu halten.

Am Ende nutzte dem australischen Red-Bull-Neuzugang, der mehrmals die schnellste Runde gefahren war, aber auch der DRS-Vorteil nichts. Zu kurz ist die Zielgerade auf dem engen Stadtkurs. Während Ricciardo über sein erstes Monaco-Podest jubelte, waren die Mercedes-Fahrer anschließend um Beherrschung bemüht.

Wolff: "Emotionen sind hoch"
"Der Kampf zwischen den beiden bleibt lebendig, die Emotionen sind hoch", ist Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff längst bewusst. Wichtig sei, die beiden weiterhin fair zu behandeln, sagte der Österreicher angesichts der immer größer werdenden Spannungen zwischen seine beiden Fahrern. Aufsichtsratschef Niki Lauda sprach von einem "perfekten Rennen" Rosbergs. Und: "Wir haben bisher jedes Rennen gewonnen, besser geht es nicht."

Rosberg durfte sich damit wie schon im Vorjahr das: "Ich bin glücklich, dass Sie es sind", aus dem Mund von Fürst Albert anhören. "Ein fantastischer Tag", jubelte der Deutsche. Nach seinem zweiten Saisonsieg liegt der nun wie sein Weltmeister-Vater Keke fünffache GP-Sieger mit 122 Punkten allerdings nur vier Zähler vor Hamilton, ehe es zu Lauf sieben nach Montreal geht.

"Zuhause zu gewinnen, ist was ganz Besonderes für mich", jubelte Rosberg. Nur die Spritprobleme hätten ihm zugesetzt. "Ich musste dadurch die Fahrweise komplett umstellen, das war wirklich nicht ohne. Ich habe aber rasch den Faden gefunden."

Bianchi holt erste WM-Punkte für Marussia
Jubel gab es auch bei Marussia. Der Franzose Jules Bianchi wurde trotz einer Zeitstrafe Neunter und holte damit die ersten WM-Punkte für das 2010 eingestiegene Hinterbänkler-Team.

Das Ergebnis:

Rang Fahrer Team Zeit
1 Nico Rosberg Mercedes Sieger
2 Lewis Hamilton Mercedes +9.2 Sek.
3 Daniel Ricciardo Red Bull +9.6
4 Fernando Alonso Ferrari +32.4
5 Nico Hulkenberg Force India +1 Rd.
6 Jenson Button McLaren +1
7 Felipe Massa Williams +1
8 Jules Bianchi Marussia +1
9 Romain Grosjean Lotus +1
10 Kevin Magnussen McLaren +1
11 Marcus Ericsson Caterham +1
12 Kimi Räikkönen Ferrari +1
13 Kamui Kobayashi Caterham +3 Rdn.
14 Max Chilton Marussia +3
Out Esteban Gutierrez Sauber +19
Out Valtteri Bottas Williams +23
Out Jean-Eric Vergne Toro Rosso +28
Out Adrian Sutil Sauber +55
Out Daniil Kvyat Toro Rosso +68
Out Sebastian Vettel Red Bull +73
Out Sergio Perez Force India
Out Pastor Maldonado Lotus
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